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Die Konturen von Krankheit und Hunger im karolingischen und frühen ottonischen Europa (ca. 750 - ca. 950 n. Chr.)

Die Konturen von Krankheit und Hunger im karolingischen und frühen ottonischen Europa (ca. 750 - ca. 950 n. Chr.)

Die Konturen von Krankheit und Hunger im karolingischen und frühen ottonischen Europa (ca. 750 - ca. 950 n. Chr.)

Von Tim Newfield

Doktorarbeit, McGill University, 2010

Abstract: Diese Arbeit ist die erste systematische Untersuchung der textlichen und materiellen Beweise für Krankheit und Hunger im karolingischen und frühen ottonischen Europa von ca. 750 bis ca. 950 n. Chr. Es stützt sich auf mittelalterliche Textaufzeichnungen wie Annalen, Kapitulare, Chroniken, Konzilien, Korrespondenz, Geschichten, Gesten, Gedichte, Polyptychen, weltliche Biografien und Lebensläufe sowie zahlreiche moderne archäologische, paläobotanische, paläoklimatische, paläomikrobiologische und paläopathologische Berichte, um Kommentare abzugeben zu Epidemien, Tierseuchen, Nahrungsmittelknappheit und der Grundlinie oder dem Strom nicht pestilentieller Erkrankungen und des ihnen zugrunde liegenden chronischen Hungers. Zunächst werden die historische und wissenschaftliche Wissenschaft zu diesen Phänomenen und die ihrer Untersuchung innewohnenden Methoden untersucht.

Die Beweise für nicht pestilentiellen und chronischen Hunger werden dann angesprochen, bevor Pestilenzen und Nahrungsmittelknappheit zeitlich und räumlich identifiziert werden. Wir können ungefähr zweiunddreißig Epidemien in Friedenszeiten, zehn Tierseuchen, zehn Hungersnöte und zwölf kleinere Engpässe erkennen. Abschließend wird eine kurze Untersuchung der Auswirkungen und der Reaktion auf Krankheiten und Hunger im karolingischen und frühen ottonischen Europa vorgestellt.

Die Arbeit zeigt, dass Krankheit und Hunger sowohl in endemischer als auch in epidemischer Form für die kontinentaleuropäische Bevölkerung der Mitte des 8. bis Mitte des 10. Jahrhunderts gemeinsame Realität waren, und argumentiert, dass Epidemien, Tierseuchen und Subsistenzkrisen große, kurzlebige, aber möglicherweise kumulative Folgen hatten. Auswirkungen auf das demografische und frühwirtschaftliche dem karolingischen und frühen ottonischen Wachstum und folglich auf das Wirtschaftswachstum, zusätzlich zur Verstärkung der Auswirkungen der stillen Abgabe der Grundlinie für nicht pestilentielle Krankheiten und chronischen Hunger. Die in der Arbeit angesprochenen Textnachweise sind in drei Anhängen in lateinischer und englischer Sprache dargestellt.

Bild oben: Vieh im Stuttgarter Psalter, fol. 256


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