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"Ich hatte das Gefühl, vor Freude zu springen": Lächeln und Lachen in mittelalterlichen Bildern



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"Ich hatte das Gefühl, vor Freude zu springen": Lächeln und Lachen in mittelalterlichen Bildern

Von Mia Åkestam

Tränen, Seufzer und Lachen: Ausdruck von Emotionen im Mittelalter, Hrsg. Per Förnegård, Erika Kihlman, Mia Åkestam und Gunnel Engwall (Vitterhets Historie och Antikvitets Akademien, 2017)

Einleitung: Ende des 12. Jahrhunderts begann die Familie Folkungar ihren Aufstieg im schwedischen Reich an der Peripherie der christlichen Welt. Vor Ort war die Domäne eher ein Kernbereich und wurde in den folgenden Jahrhunderten immer wichtiger. Ziel war es, das Königreich zu reformieren und eine Aristokratie nach deutsch-französischem Vorbild zu errichten. Bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts hatten sich die Ambitionen auf den religiösen Bereich ausgeweitet. Es wurden Vorbereitungen getroffen, um mit Birgitta Birgersdotter, der zukünftigen St. Birgitta, als primus motor und mit einer beträchtlichen königlichen Spende als wirtschaftlicher Grundlage einen neuen Mönchsorden zu errichten.

Die Entfernung von Schweden nach Deutschland, Frankreich und in die zentralen Gebiete Europas war aus geografischer, kultureller und wirtschaftlicher Sicht beträchtlich, andererseits waren Reisen häufig. Die Menschen besuchten Orte und sammelten Erfahrungen mit Kulturen und Sprachen im Zusammenhang mit kirchlichen Angelegenheiten, Politik, Studien und Pilgerfahrten. Diese Ära fällt mit Veränderungen in der westlichen Gesellschaft zusammen, die sich im Bau großer Kathedralen und den Idealen der höfischen Kultur manifestieren. Die gotische Kunst visualisierte die neuen Ideen und interessierte sich für das menschliche Gesicht, den Körper und die Natur.

Mit einem Ausgangspunkt im „gotischen Lächeln“ der Skulpturen der großen Kathedralen im 13. Jahrhundert möchte ich auf die Bedeutung internationaler Ideale in lokalen Angelegenheiten aufmerksam machen. Wie sollten Informationen kommuniziert werden, wenn es um Bilder und allgemeinere Ideen ging? Wer könnte sehen? Der Zugang zu öffentlichen und nicht öffentlichen Orten und Räumen war von entscheidender Bedeutung.

Bild oben: St. Olof, Holzskulptur, 1325–1350, Bunge, Gotland, Schweden - Foto von Swedish National Heritage Board / Wikimedia Commons


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