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(Nicht) die Lektionen des Krieges lernen? Die schottische Konflikterfahrung im Zweiten Unabhängigkeitskrieg (1332‒1357)

(Nicht) die Lektionen des Krieges lernen? Die schottische Konflikterfahrung im Zweiten Unabhängigkeitskrieg (1332‒1357)

(Nicht) die Lektionen des Krieges lernen? Die schottische Konflikterfahrung im Zweiten Unabhängigkeitskrieg (1332‒1357)

Von Iain A. MacInnes

Estnisches Jahrbuch der Militärgeschichte, Vol.7 (2017)

Zusammenfassung: Aus schottischen Quellen geht hervor, dass der schottische König Robert I. seinen Kommandanten auf seinem Sterbebett Anweisungen hinterlassen hat, wie der Krieg mit England in den folgenden Jahren geführt werden soll. Obwohl unklar ist, ob dieses „Testament“ auf irgendeiner Art von Realität beruhte oder einfach eine literarische Schöpfung späterer Jahre war, wird es in der schottischen Geschichtsschreibung allgemein als eine Art Handbuch für die Schotten bezeichnet, das auf den Lektionen basiert von ihrem Kriegerkönig gelernt.

In den Jahren nach dem Tod von Robert I. verloren die Schotten jedoch drei Schlachten in vierzehn Jahren und würden in den folgenden Jahrzehnten weitere Beispiele verlieren. Historiker des mittelalterlichen Schottlands haben daher festgestellt, dass die schottischen Militärführer, die sich um das Sterbebett ihres Königs versammelt hatten, den Rat ihres Königs entweder ignorierten oder vergaßen.

Dieser Artikel zielt darauf ab, diese dominante historiografische Sicht auf die Militärgeschichte dieser Konfliktperiode in Frage zu stellen, wobei der zweite schottische Unabhängigkeitskrieg (1332–1357) im Mittelpunkt steht. Es wird überdenken, inwieweit die Schotten am Testament des „guten Königs Robert“ festhielten und inwieweit sie die Art von Krieg fortsetzten, die ihr König zu seiner Zeit geführt hatte. Es wird die Hauptschlachten dieses zweiten Konflikts mit England erneut untersuchen und neu bewerten, inwieweit die Ergebnisse dieser Standards als die dominierenden Faktoren in Bezug auf diese Kriegsperiode angesehen werden sollten.

Letztendlich wird in diesem Artikel erneut untersucht, inwieweit die schottischen Kommandeure während des Zweiten Unabhängigkeitskrieges tatsächlich Lehren gezogen haben und inwieweit schottische Kommandeure, anstatt hart erlernte Lehren aus der Vergangenheit aufzugeben, stattdessen einen Kriegsstil verfolgten, der eng aufeinander abgestimmt war mit der von Robert I. befürworteten Kriegsführung.


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