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Die Besetzung Gotlands durch die Deutschen Ritter, 1398-1408

Die Besetzung Gotlands durch die Deutschen Ritter, 1398-1408

Die Besetzung Gotlands durch die Deutschen Ritter, 1398-1408

Von Karl-Ferdinand Schmidt

Masterarbeit, Loyola University Chicago, 1966

Mit Zentner wogen sie ihr Gold,
Sie spielten mit Edelsteinen,
Ihre Frauen benutzten goldene Spindel,
Und Schweine aßen aus silbernen Trögen.

Mit diesen Worten beschreibt ein altes schwedisches Volkslied den Reichtum von Visby, der Hauptstadt der Insel Gotland in der Ostsee. Es ist sicherlich übertrieben, da es das große Verbrechen von Waldemar Atterdag aufdecken soll, als er Visby 1361 besetzte und zerstörte. Dennoch zeigt es die Bedeutung von Visby und Gotland für den nordeuropäischen Handel im Mittelalter. Die heutigen Touristen und Besucher der Stadt sind immer noch beeindruckt von der imposanten Aussicht und Größe. Die Stadtmauer ist ungefähr zwei Meilen lang und hat fünfundvierzig Türme. Von den zweiundzwanzig Kirchen der mittelalterlichen Stadt ist nur eine erhalten, aber siebzehn beeindruckende Ruinen sind noch zu sehen.

1398 besetzte der Deutsche Orden die Insel Gotland und ihre Stadt Visby. Die Ritter hielten die Insel zehn Jahre lang. Das Ziel dieser Arbeit ist es, dieses Ereignis um die Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert zu untersuchen. Bisher hat nur ein Historiker diesen Vorfall genau untersucht: Otto Kehlert, der 1887 eine Dissertation zu diesem Thema verfasste. Seitdem wurden viele weitere Studien durchgeführt, um die Probleme zu berühren, die sich aus diesem Ereignis ergeben. Kürzlich veröffentlichte ein anderer deutscher Gelehrter, Friedrich Benninghoven, einen Artikel über die Besetzung Gotlands durch die Deutschen Ritter, aber sein Interesse galt den militärischen, technischen Aspekten der Expedition.

Top Bild: Die Wände von Visby, Gotland - Foto von Berit Watkin / Flickr


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