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Frauen in Canossa: Die Rolle königlicher und aristokratischer Frauen bei der Versöhnung zwischen Papst Gregor VII. Und Heinrich IV. Von Deutschland

Frauen in Canossa: Die Rolle königlicher und aristokratischer Frauen bei der Versöhnung zwischen Papst Gregor VII. Und Heinrich IV. Von Deutschland

Frauen in Canossa: Die Rolle königlicher und aristokratischer Frauen bei der Versöhnung zwischen Papst Gregor VII. Und Heinrich IV. Von Deutschland

Von Alison Creber

Matilda 900: Erinnerung an Matilda von Canossa Wide World (2017)

Zusammenfassung: Moderne Historiker erwähnen selten die Anwesenheit königlicher und aristokratischer Frauen in Canossa im Januar 1077. Zeitgenossen betonten jedoch die wichtige Rolle mehrerer Frauen, darunter Matilda aus der Toskana, Adelaide aus Turin, Kaiserin Agnes und Königin Bertha. Dieses Papier versucht, das Handeln königlicher und aristokratischer Frauen in Canossa im Lichte der Geschlechterforschung und der jüngsten Wissenschaft über politische Diplomatie und Mediation neu zu bewerten, um ihre zentrale Bedeutung für politische Ereignisse im elften Jahrhundert hervorzuheben.

Einleitung: Canossa ist ein kleines Wort mit viel Resonanz. Es bezieht sich in erster Linie auf einen Ort: eine Burg im Apennin. Im späten elften Jahrhundert gehörte diese Burg Matilda aus der Toskana, die die Marke (oder den Marsch) der Toskana (r.1076-1115) regierte.

Der Begriff Canossa wird im engeren Sinne auch für Ereignisse verwendet, die dort im Januar 1077 stattfanden: König Heinrich IV. Von Deutschland (r.1056-1106), der wegen Exkommunikation verurteilt wurde, stand vor dem Tore von Canossa, barfuß und als Büßer verkleidet, bitten Papst Gregor VII. (r.1073-1085) um Absolution. Henry tat dies drei Tage hintereinander (25. bis 27. Januar). Danach durfte er nach dem Eingreifen aristokratischer Frauen und anderer das Schloss betreten, in dem Gregory ihn von der Exkommunikation befreite. Schließlich wird „Canossa“ verwendet, um die weiteren Auswirkungen dieses Treffens zu erfassen. Die Literatur dazu ist umfangreich und konzentriert sich insbesondere auf die Bedeutung dieser Ereignisse für die päpstliche und königliche Autorität.

Siehe auch:Der Weg nach Canossa: Die Geschichte eines Kaisers und eines Papstes

Bild oben: Mathilde, Vita Mathildis des Donizo, um 1115. Vatikanstadt, BAV, Frau Vat. lat. 4922, fol. 7v.


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