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"Eine Nation, die im Blut und in der Antike edler ist": Schottische nationale Identität in Gesta Annalia I und Gesta Annalia II


"Eine Nation, die im Blut und in der Antike edler ist": Schottische nationale Identität in Gesta Annalia I. und Gesta Annalia II

Von Finlay Young

Doktorarbeit, Universität Edinburgh, 2018

Abstract: Die Entstehung und Entwicklung eines Gefühls der nationalen Identität Schottlands ist für Historiker des mittelalterlichen Schottlands seit langem von entscheidender Bedeutung. Dies war in der Tat auch bei Historikern im mittelalterlichen Schottland selbst der Fall: In dieser Zeit wurden eine Reihe von Chroniken verfasst, die die Geschichte Schottlands und des schottischen Volkes von ihren frühesten Anfängen bis zur Zeit der Chronisten beschreiben sollten. Die Dissertation untersucht Ideen der nationalen Identität in zwei mittelalterlichen schottischen Chroniken, die heute als bekannt sind Gesta Annalia I. und Gesta Annalia II.

Zusammengenommen können diese beiden Chroniken, eine vor den Unabhängigkeitskriegen und eine nach den Unabhängigkeitskriegen, wertvolle Einblicke in die Entwicklung der Identität des schottischen Königreichs und seines Volkes sowie in die Art und Weise geben, wie dies durch die Unabhängigkeitskriege beeinflusst wurde und liefert sowohl Beweise für Kontinuität als auch für Kontrast. Dies ist von besonderem Interesse im Hinblick auf ihre Darstellung der Rolle des schottischen Königs und seiner Beziehung zum Königreich angesichts der Art und Weise, wie Robert I. und seine Anhänger später offenbar versuchten, die Erzählung der schottischen Vergangenheit und die Position seines Königs zu gestalten zu ihren eigenen Zwecken.

In der Dissertation soll daher untersucht werden, wie solche Fragen der schottischen Identität dargestellt werden Gesta Annalia I. und Gesta Annalia II. Der erste Abschnitt der Studie behandelt die Konstruktion dieser Texte. Im zweiten Teil wird untersucht, wie Begriffe wie „Schottland“ und „Schotte“ in den beiden Chroniken verstanden werden und in welcher Beziehung diese Ideen des schottischen Königreichs zum schottischen Volk stehen. Der dritte Abschnitt untersucht die Darstellung der Krone, der Kirche und der Sprache in den Chroniken sowie die Rolle dieser Elemente bei der Vereinigung des Königreichs und der Förderung dieses Identitätsgefühls und argumentiert, dass die Kontinuität dieser Ideen zwischen den beiden Texten darauf hindeutet, dass viele Elemente von Die nationale Identität Schottlands war im späten 13. Jahrhundert gut etabliert.

Top Bild: Herman Moll, Der nördliche Teil Großbritanniens namens Schottland - ursprünglich veröffentlicht 1714


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