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Zusammenarbeit zwischen der Wikinger-Rus und den türkischen Nomaden der Steppe im 9.-11. Jahrhundert

Zusammenarbeit zwischen der Wikinger-Rus und den türkischen Nomaden der Steppe im 9.-11. Jahrhundert

Zusammenarbeit zwischen der Wikinger-Rus und den türkischen Nomaden der Steppe im 9.-11. Jahrhundert

Von Katona Csete

Masterarbeit, Central European University, 2018

Zusammenfassung: Frühmittelalterliche Skandinavier, die im europäischen Russland tätig sind und in zeitgenössischen Quellen oft als Rus oder Varangianer bezeichnet werden, standen seit dem 9. Jahrhundert in Kontakt mit Steppennomadenstämmen. Diese Kontakte werden jedoch im wissenschaftlichen Diskurs weitgehend vernachlässigt. In der vorliegenden Arbeit wird auf der Grundlage byzantinischer, muslimischer, slawischer und altnordischer schriftlicher Quellen darauf hingewiesen, dass neben gelegentlichen Feindseligkeiten auch die Beziehung der Wikinger-Rus zu den verschiedenen (kulturell) türkischen Gruppen der Wolga-Dneiper besteht Die Region (mit Schwerpunkt auf den Wolga-Bulgharen, Khazaren, Pechenegs und Magyaren) hätte auf mehreren Ebenen fruchtbar sein können.

Neben den Slawen waren die türkischen Nomaden in dieser Zeit die Hauptpartner der Wikinger-Rus. Dies wurde durch enge Handelsbeziehungen und gemeinsame Operationen in der Kriegsführung bestätigt. Es wird argumentiert, dass diese Kontakte zu kulturellen Anleihen führten und im Laufe des 9.-11. Jahrhunderts entscheidend zur Entwicklung der Identität von Rus beitrugen. Obwohl es sich hauptsächlich um eine historische Studie handelt, wird die Untersuchung gelegentlich durch archäologische und sprachliche Beweise ergänzt.

Bild oben: Varangian Guardsmen, eine Beleuchtung aus der Chronik von John Skylitzes aus dem 11. Jahrhundert.


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