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Die Rückkehr zu Bergfestungen im Mittelalter: Was kann uns das über das nachrömische Großbritannien sagen?

Die Rückkehr zu Bergfestungen im Mittelalter: Was kann uns das über das nachrömische Großbritannien sagen?

Die Rückkehr zu Bergfestungen im Mittelalter: Was kann uns das über das nachrömische Großbritannien sagen?

Von Helen Anderson

Masterarbeit, Universität Wales - Trinity Saint David, 2013

Zusammenfassung: Nachdem sie fast 400 Jahre lang verlassen worden waren, wurden einige der alten eisenzeitlichen Festungen im späteren fünften und frühen sechsten Jahrhundert wieder besetzt und befestigt. Interessanterweise wurden zu dieser Zeit auch einige „neue“ Hügelfestungen errichtet. Ich glaubte, dass eine Untersuchung dieses Phänomens die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen im poströmischen Großbritannien beleuchten könnte. Ich konzentrierte mich auf drei kürzlich ausgegrabene und gut dokumentierte Hügelfestungen, die zu verschiedenen Zeiten im frühen Mittelalter besetzt waren: Dinas Powys, South Cadbury und Mote of Mark. Ich erkundete die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen diesen Forts, um festzustellen, ob hinter ihrer Wiederbesetzung ein gemeinsamer Zweck steckt.

Diese Orte wurden als Residenzen britischer Könige und Fürsten mit „hohem Status“ interpretiert. Diese Ansicht wurde durch die Entdeckung von Töpferscherben aus importierten Amphoren und Trinkglas, feiner Metallbearbeitung und möglichen großen „Festhallen“ befeuert. Dies ist jedoch nicht die einzig mögliche Interpretation der Beweise. Statusindikatoren werden ebenfalls diskutiert und ein neues Modell für die Besetzung vorgeschlagen, wobei die Wörter hoch verwendet werden Wert eher als hoch Status.

Es gibt Hinweise darauf, dass die Bewohner der Bergfestungen möglicherweise nicht alle Briten waren. Die „germanische“ und irische Einwanderung scheint weit fortgeschritten zu sein, und viele der Artefakte, die in Bergfestungen gefunden wurden, deuten auf Handel und Interaktion zwischen diesen Gruppen und der britischen Bevölkerung hin.

Ich habe versucht herauszufinden, wer in diesen Festungen lebte, warum sie sich dafür hätten entscheiden sollen und welchen Zweck sie für die Festungen gehabt haben könnten. Obwohl ich keinen einzigen gemeinsamen Zweck für die Wiederbefestigung aufdecken konnte, glaube ich, dass ich in der Lage war, die kulturellen und sozialen Veränderungen in dieser archäologisch „dunklen“ Zeit zu beleuchten.


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