Podcasts

Kampf in Frauenkleidern: Der bildliche Beweis von Walpurgis in Frau I.33

Kampf in Frauenkleidern: Der bildliche Beweis von Walpurgis in Frau I.33

Kampf in Frauenkleidern: Der bildliche Beweis von Walpurgis in Frau I.33

Von Julia Gräf

Acta Periodica Duellatorum, Vol.5: 2 (2017)

Abstract: Frau I.33 ist nicht nur die älteste der bekannten Fechtabhandlungen im europäischen Kontext, sondern auch die einzige, die eine Frau zeigt, die gleichermaßen mit zeitgenössischen Männern kämpft. Die Autorin präsentiert ihre Forschungen über die Kleidungsstücke, die diese Fechterin trägt, einschließlich Hemd, Kleid und Überkleid, Frisur und Schuhwerk. Besonderes Augenmerk wird auf die Frage gelegt, ob Walpurgis einen Gürtel trägt, auf die Länge und den Saumumfang ihrer Kleidungsstücke sowie auf die Art und Weise, wie sie auf die dargestellte Weise drapiert werden.

Die Ergebnisse der Analyse werden mit zeitgenössischen bildlichen und archäologischen Quellen des frühen 14. Jahrhunderts verglichen. Einige persönliche Erkenntnisse, die der Autor während des Kampfes in dieser Art von Kleidung gesammelt hat, werfen ein Licht auf die Möglichkeiten, sich zu bewegen, ohne von ihnen gestört zu werden. Die Kleidung und Frisur von Walpurgis geben Hinweise auf ihren sozialen Status und helfen so, den Kontext und die Datierung des gesamten Manuskripts zu verstehen.

Einleitung: Manuskript Leeds, Royal Armouries, Frau Im Manuskript ist „Bloßfechten“ abgebildet, wo der Geistliche Lutegerus und sein Gelehrter sowie die Frau, die Walpurgis heißt, in ihrer Alltagskleidung gezeigt werden. Das bedeutet für die Männer ein wahrscheinlich knöchel- oder fußlanges Priesterkleid mit Kapuze und typischem bodenlangem Frauenkleid und Überkleid für Walpurgis.

Bild oben: Königliche Waffenfabriken Frau I.33 fol. 32r - Wikimedia Commons


Schau das Video: Irrer Fetisch oder völlig normal? Hälfte der Deutschen trägt gerne Frauenkleider (November 2021).