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Alphabetisierung und Handel im spätmittelalterlichen Norwegen

Alphabetisierung und Handel im spätmittelalterlichen Norwegen

Alphabetisierung und Handel im spätmittelalterlichen Norwegen

Von Jan Ragnar Hagland

Journal of Northern Studies, Nummer 1, 2011

Zusammenfassung: Im spätmittelalterlichen Norwegen sind nur schwache Spuren der Alphabetisierung zu beobachten, die mit anderen Bereichen als dem Rechtsbereich verbunden sind. Dies kann auf schlechte Archivierungspraktiken zurückzuführen sein, bei denen schriftliches Material, das nicht streng mit rechtlichen Angelegenheiten verbunden ist, wie z. B. Aktivitäten von Händlern und Handwerkern, aufbewahrt wird.

Der vorliegende Artikel versucht dennoch zu untersuchen, ob es möglich ist, den Begriff der Alphabetisierung in dieser Zeit mit dem Handel in Verbindung zu bringen. Der Mangel an in römischen Briefen verfassten Beweisen kann anscheinend in gewissem Maße durch Runeninschriften behoben werden, die in mittelalterlichen norwegischen Städten ausgegraben wurden. Wir müssen davon ausgehen, dass die Verwendung von Runen im Bereich des Handels aus einer zunehmend komplexeren Organisation von Handelsaktivitäten hervorgegangen ist, die wir insbesondere in einem wichtigen Hafen wie Bergen im 13. und 14. Jahrhundert beobachten.


Vielleicht ist es nicht nur ein Zufall, dass die entdeckten Beweise die Situation vor der Mitte des 14. Jahrhunderts widerspiegeln, als insbesondere Bergen von der Großen Pest heimgesucht wurde. Ob die dramatischen Ereignisse, die durch den Schwarzen Tod verursacht wurden, zu einer Diskontinuität in der Runenkompetenz im Zusammenhang mit dem Handel geführt haben, wissen wir nicht.


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