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Call for Papers: Auslassung - Graduiertenkonferenz der englischen Fakultät der Universität Oxford 2018

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Auslassung - Graduiertenkonferenz der englischen Fakultät der Universität Oxford 2018

Freitag, 1. Juni 2018

Wie sollen wir mit Auslassungen umgehen? Einige Lücken müssen offenbar geschlossen werden, während andere hartnäckig leer bleiben. Auslassungen können produktiv, spielerisch und absichtlich sein, aber sie können auch behindern und verschleiern. Von verlorenen oder beschädigten mittelalterlichen Manuskripten bis hin zu zensierten modernistischen Texten haben Auslassungen unsere kritischen Praktiken geprägt und geprägt. Dies gilt nicht nur für Textauslassungen: Feministische, geschlechtsspezifische und queere Theoretiker haben das Schweigen in einem heterosexistischen Kanon angesprochen, und postkoloniale Theoretiker haben Fragen der Ausgrenzung und Marginalisierung aufgeworfen.

Unterlassungssünden treten in jeder Periode und in jedem Genre auf. Aus den unausgesprochenen Wahrheiten in Kazuo Ishiguros Der Rest des Tages zu dem verborgenen Trauma in Toni Morrisons Geliebte, narrative Details werden den Lesern vorenthalten. Die theatralische Kraft der leeren Bühne wird durch das erschütternde Verschwinden von Lears Narr und durch Godots Versäumnis, sich zu materialisieren, bestätigt. Gedichte erreichen uns durch Auslassungsprozesse: Emily Dickinsons Gedichte wurden posthum bearbeitet, während Marianne Moore ihre eigene Arbeit notorisch überarbeitete. Für Moore sind „Auslassungen keine Unfälle“. Diese Fragen der Unterlassung stehen zur Debatte, und wir freuen uns darauf, sie weiter zu diskutieren. Diese Konferenz begrüßt Vorträge aus allen Epochen, Genres und Disziplinen zu folgenden Themen, unter anderem:

  • Stille und leere Räume
  • Verlorene Texte, Textlücken und Lücken
  • Palimpseste und Löschung
  • Anmerkung und Ausfüllen der Lücken
  • Bearbeiten, Löschen und Überarbeiten
  • Zensur und Selbstzensur
  • Erinnerung und Vergessen
  • Unwahrheiten und Lügen der Unterlassung
  • Unzuverlässige Erzähler
  • Anonymität
  • Dinge, die bei der Übersetzung verloren gehen
  • Verwendung und Abweichung von Quellen
  • Werke aus dem Kanon weggelassen
  • Staatsbürgerschaft und Staatenlosigkeit
  • Marginalisierte Stimmen.

Wir begrüßen individuelle Vorschläge für 20-minütige Beiträge (250 Wörter). Vorschläge für ein Drei-Personen-Panel (500 Wörter) werden ebenfalls ausdrücklich empfohlen. Bitte senden Sie alle Einsendungen an [E-Mail geschützt] bis Freitag, 16. Februar 2018. Weitere Informationen finden Sie unter oxgradconf2018.wordpress.com oder folgen Sie uns unter @ OmissionConf18.


Schau das Video: Final Presentation Call for Paper LPEI 2020 (Kann 2022).