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Zwei unbemerkte Stücke mittelalterlicher Polyphonie

Zwei unbemerkte Stücke mittelalterlicher Polyphonie

Zwei unbemerkte Stücke mittelalterlicher Polyphonie

Von David Hiley

Plainsong und mittelalterliche MusikBand 1, Nummer 2, 1992

Einleitung: Die beiden in diesem Artikel vorgestellten und kurz diskutierten Stücke sind aufgrund der Art ihrer Notation bisher unbemerkt geblieben. In jedem Fall wurden Stücke der Zwei-Stimmen-Polyphonie notiert, wobei die beiden Stimmen getrennt waren, anstatt in der seit ungefähr der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts üblichen Partiturnotation.

In einem Fall die Reihenfolge Magnus deus in universa terra In einem Manuskript aus Marchiennes des 14. Jahrhunderts wurde am Ende des Buches eine zweite Stimme hinzugefügt, in der die übliche Melodie bereits aufgenommen worden war. Im anderen Fall das Lied Ad honorem regis sutnnti Im sogenannten Codex Calixtinus werden die beiden Stimmen nacheinander notiert, wobei Vers 1 des Textes mit der ersten Stimme und Vers 2 mit der zweiten Stimme gegeben wird.


Diese beiden Notationsmethoden sind mittlerweile bekannt. Der Musikstil der Stücke ist ebenfalls unauffällig. Ich habe mich daher berechtigt gefühlt, lediglich eine Transkription, einen Bericht über die Manuskriptquelle und einen kurzen Kommentar zur Musik vorzulegen. Keine dieser Entdeckungen ist besonders spektakulär; Sie wecken jedoch die Erwartung, dass andere derartige Entdeckungen in Zukunft nicht ungewöhnlich sein werden, und erweitern unser Wissen über die bescheideneren Arten der Polyphonie, die im Mittelalter praktiziert wurden, um willkommene Details.


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