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"Woher weißt du, ob es Liebe oder Lust ist?" Über Geschlecht, Status und Gewalt in der altnordischen Literatur


"Woher weißt du, ob es Liebe oder Lust ist?" Über Geschlecht, Status und Gewalt in der altnordischen Literatur

Von Aðalheiður Guðmundsdóttir

Schnittstellen: Eine Zeitschrift für mittelalterliche europäische Literaturen, Nummer 2, 2016

Abstract: Dieser Artikel untersucht Einstellungen zum Verhalten von Frauen in der altnordischen Literatur, wobei er sich sowohl auf ritterliche Romanzen (übersetzt als auch original, die riddarasögur) und die legendären Sagen (fornaldarsögur), Texte, die hauptsächlich im 13. und 14. Jahrhundert geschrieben wurden.

Die schriftlichen Ritterromane kamen aus Norwegen und Südeuropa nach Island und weisen daher häufig andere Werte auf als die in der fornaldarsögur, die dazu neigen, indigene nordische und heroische Erzähltraditionen widerzuspiegeln. Der Artikel untersucht die Unterschiede zwischen den beiden Traditionen in Bezug auf männliche Emotionen und Einstellungen gegenüber Frauen, wobei der Schwerpunkt auf Texten liegt, in denen Frauen missbraucht werden.


Der Artikel versucht insbesondere, die Beziehung zwischen sozialem Status und Geschlechterrollen in diesen Texten zu untersuchen und zu untersuchen, ob der Rang einer Frau ihre Rolle und ihren Status nach Geschlecht beeinflusst. Es konzentriert sich besonders auf Romantik (besonders solche mit höfischer Liebe) und fornaldarsögur in denen Frauen entweder als Göttinnen idealisiert oder aufgrund ihres Geschlechts misshandelt und sogar sexuell missbraucht werden. Der Artikel schließt mit der Frage, inwieweit die Kontraste in den Texten eine nordische „emotionale Gemeinschaft“ im Vergleich zu kontinentaleuropäischen Werten widerspiegeln und ob diese Textunterschiede tatsächliche Unterschiede in den sozialen Ausdrucksformen emotionalen Verhaltens widerspiegeln.


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