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Ausgestoßene, Kaiser und Drachenkulte in The Tale of the Heike

Ausgestoßene, Kaiser und Drachenkulte in The Tale of the Heike

Ausgestoßene, Kaiser und Drachenkulte in Die Geschichte der Heike

Von David T. Bialock

Cahiers d’Extrême-Asie, Band 13, 2002

Einleitung: In diesem Artikel schlage ich vor, das Zusammenspiel zwischen ausgestoßenen Darstellern, königlicher Autorität und der Rolle des Drachen als Ort der heiligen Macht in der mittelalterlichen Kultur zu untersuchen, wobei ich mich hauptsächlich auf verschiedene Textvarianten von konzentriere Heike Monogatari (Die Geschichte der Heike).

Unter den zu untersuchenden Heike-Varianten weisen Kakuichibon (1371) und Enkyôbon (1309-10) bestimmte Kontrastsymmetrien auf, die sie besonders nützlich machen, um die Beziehung zwischen heiliger Autorität und Manipulationen des verunreinigten Anderen zu verstehen, der in Ausgestoßenen oder Halbausgestoßenen verkörpert ist Darsteller.

Einerseits die Enkyô-Variante, die weit verbreitet ist, um eine der ältesten Versionen der zu übertragen Heike Die Erzählung zeigt einen starken buddhistischen Lehrstandpunkt, der eng mit den politischen Interessen mächtiger religiöser Zentren wie dem Enryakuji-Tempel des Berges Hiei verbunden ist. Teile des Textes basieren eindeutig auf Predigtstilen und -techniken, die in Handbüchern buddhistischer Priester der Agui-Sekte enthalten sind (agui-ryû).

Der von Kakuichi diktierte Text von 1371 befand sich dagegen in der Obhut von blinden Wanderrezitatoren mit dem Status eines Grenzausgestoßenen, bekannt als biwa hôshi, die im Laufe der Zeit ein gewisses Maß an Unabhängigkeit von den großen Tempeln etablierten (Jiin) nach der Gründung einer eigenen Gilde (machen). Als ein Werk, das von wandernden Rezitatoren an der Peripherie der Macht umgestaltet und weitergegeben wird, zeigt die Kakuichi-Variante folglich eine ganz andere Ausrichtung auf den Raum und die Ideologien der Macht, die ihn produzieren.


Der Aufsatz ist in ungefähr zwei gleiche Teile unterteilt. Der erste Teil untersucht den umstrittenen Charakter der königlichen Autorität, insbesondere in der Person pensionierter Souveräne, wie sie ab der späten Heian-Zeit in die verunreinigte Peripherie verwickelt wurde. Im zweiten Teil verlagert sich der Fokus auf den symbolischen Zusammenhang, der sich auf den Drachen als mächtigen Vermittler der Widersprüche in mittelalterlichen Artikulationen königlicher und heiliger Autorität konzentriert. Der zweite Teil schließt mit einer Neubewertung des doktrinären und musikritualen Kontextes zum Verständnis des Ortes des Kanjô no maki (‘The Initiates’ Scroll ’) in der frühmittelalterlichen Heike-Rezitation.


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