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Matthias Corvinus und Karl der Kühne

Matthias Corvinus und Karl der Kühne

Matthias Corvinus und Karl der Kühne

Von Attila Bárány

ChronicaVol. 12 (2012-2016)

Einleitung: Das Papier untersucht die diplomatischen Beziehungen von Matthias Corvinus zu Karl dem Kühnen, Herzog von Burgund, mit Schwerpunkt auf den 1460er und 70er Jahren. Sie versucht, ein leicht vernachlässigtes Feld der korvinischen Außenpolitik, dh westeuropäische Kontakte, neu zu beleuchten. Abgesehen von der alleinigen Anstrengung von Jenő Horváth in den 1930er Jahren gab es keine Untersuchungen, die weiter auf den traditionell betonten Umfang der diplomatischen Tätigkeit von Matthias, dh der Osmanen und Habsburger, blickten.

Ich möchte einen größeren Bereich der Diplomatie von Matthias einführen. Seine Anliegen beschränkten sich nicht nur auf Mitteleuropa, sondern er konnte eine führende Rolle in der europäischen „Grand Policie“ spielen. Das Papier untersucht die politischen Beziehungen zum Herzogtum Burgund, mit denen Matthias Ungarn in die anti-habsburgische, anti-valoisische und pro-burgundische „Achse“ des zeitgenössischen europäischen diplomatischen Systems einbeziehen wollte.

Matthias 'Außenpolitik ist im Rahmen des französisch-burgundischen Antagonismus zu sehen, auch im Einklang mit seiner neapolitanischen Haltung: Er stand der von Venedig unterstützten Valois-Partei gegenüber und beförderte René d'Anjou für den Thron von Neapel. Matthias 'Grund, in die burgundische Liga einzutreten, könnte jedoch gewesen sein, dass er gehofft hatte, finanzielle Mittel für den Kampf gegen die Türken zu erhalten.


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