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Ehe und Heiligkeit im Leben spätmittelalterlicher verheirateter Heiliger

Ehe und Heiligkeit im Leben spätmittelalterlicher verheirateter Heiliger

Ehe und Heiligkeit im Leben spätmittelalterlicher verheirateter Heiliger

Von Andrew W. Cranmer

Masterarbeit, Queen's University, 2001

Zusammenfassung: Historiker haben allgemein angenommen, dass ein mittelalterlicher Mensch, um Heiligkeit zu erlangen, Ehe- und Schlüsselrollen sowie im weiteren Sinne soziale und familiäre Erwartungen ablehnen muss. Noch die Lebenslauf von verheirateten Heiligen, die im Mittelalter die Minderheit der kanonisierten Heiligen waren, zeigen, dass Ehe und Heiligkeit nebeneinander existieren könnten. Zwischen dem zwölften und vierzehnten Jahrhundert heiligte die mittelalterliche Kirche mehrere berühmte Männer und Frauen, die heirateten, sexuelle Beziehungen pflegten und ihre religiöse Hingabe aufrechterhielten. Diese These, die sich dem Studium der mittelalterlichen Ehe durch moderne hagiographische Analyse nähert, unterscheidet sich von vielen zeitgenössischen Studien darin, dass sie einige Heilige gründlich betrachtet, anstatt eine große Anzahl kursiv anzusprechen.

Diese Arbeit betrachtet sowohl männliche als auch weibliche Beispiele von verheirateten Heiligen und zeigt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der männlichen und der weiblichen Erfahrung der Ehe auf. Dies ist zwar keine These über Heilige an sichnähert sich der mittelalterlichen Ehe durch das Leben der Heiligen. So wird hier weniger die gelebte Realität der mittelalterlichen Ehe dargestellt als das ideale Eheleben, wie es von keuschen Geistlichen beschrieben wird. Die Themen sind natürlich alle Laienheiligen.

Angemessenes Verhalten, ob sexuell, elterlich oder religiös, wird in vielen mittelalterlichen Lebensläufen ausführlich beschrieben. Wie kam es, dass der Heilige heiratete? Wie werden sexuelle Beziehungen im Leben von Heiligen dargestellt? Wie lebte der Heilige nach dem Tod oder der Trennung von einem Ehepartner? In dieser Arbeit gehe ich unter anderem auf diese verschiedenen Fragen ein und argumentiere, dass verheiratete Heilige eine Synthese zwischen dem gemeinsamen Leben der mittelalterlichen Laien und dem religiösen Leben der heiligen Person offenbaren. Die Ehe und vor allem die sexuellen Beziehungen hinderten mittelalterliche Männer und Frauen nicht unbedingt daran, Heiligkeit zu erlangen.


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