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Aufbau imaginärer Städte in der Beleuchtung des 15. Jahrhunderts

Aufbau imaginärer Städte in der Beleuchtung des 15. Jahrhunderts

Konstruktion imaginärer Städte in der Beleuchtung des 15. Jahrhunderts: Die Ikonographie Trojas als geistiger Diskurs

Mit der Marina Musurok-Fähre

Gewinner des 2014 International Center of Medieval Art Student Essay Prize

Abstract: Im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts war die trojanische Legende einer der beliebtesten Mythen an den europäischen Gerichten und insbesondere am burgundischen Hof. Die Legende wurde in zahlreichen Wandteppichen und illuminierten Manuskripten dargestellt. Dieser Artikel untersucht das Bild Trojas in der französisch-flämischen Beleuchtung des 15. Jahrhunderts. Ich erforsche und interpretiere die Ikonographie Trojas als ein mentales und semiotisches Konstrukt, das mit realen Städten wie Jerusalem, Rom und Konstantinopel verbunden ist.

Ich werde Bilder der realen Städte und die Art und Weise untersuchen, wie sie die Entstehung von Trojas Ikonographie beeinflusst haben, eine Verbindung, die in der aktuellen Wissenschaft übersehen wird. Die Forschung wird sich daher auf die permanenten Architektur- und Landschaftselemente konzentrieren, die aus realen Städten entlehnt wurden, die in der europäischen Tradition mythologisiert und sakralisiert wurden. Der Schwerpunkt wird auf der visuellen Darstellung der Stadt in den Miniaturen liegen, die von literarischen Materialien (d. H. Mittelalterlichen Manuskripten mit Geschichten über Troja) beeinflusst werden. Mein besonderes Interesse liegt darin, wie sich das Bild von Troja gleichzeitig aus religiöser und politischer Perspektive entwickelt hat. Das heißt, ich werde den kulturellen Codes, der heiligen Topographie und den Kontexten, die Bilder der nicht existierenden Stadt schaffen, besondere Aufmerksamkeit schenken.

Einleitung: Dieser Artikel untersucht das Bild Trojas in französisch-flämischen Illuminationen und untersucht, wie Menschen im 15. Jahrhundert imaginäre Städte konstruierten. Mit imaginären Städten meine ich Städte, die in der Realität nicht mehr existierten, aber dennoch in der Kunst dargestellt und gelegentlich auf Karten dargestellt wurden, wie im mittelalterlichen Mappae Mundi. Die Bibliotheken, die Programme der Manuskripte erstellten, und die Meister, die Bilder von imaginären Städten in verschiedenen Medien wie Wandteppichen, Gemälden, Drucken und Beleuchtung schufen, konnten diese Städte in der Realität nicht sehen. Gleichzeitig nahmen diese imaginären Städte einen bedeutenden Platz auf der mentalen Landkarte der französisch-flämischen Welt ein und beflügelten über Jahrhunderte die europäische Fantasie. Miniaturmaler manipulierten berühmte Bilder des fernen Landes, die vom kollektiven Gedächtnis der Generationen und von historischen Ereignissen beeinflusst wurden. In diesem Artikel soll daher die Ikonographie Trojas als semiotisches Konstrukt untersucht werden.

Meine Studie basiert auf der Analyse von vierzig Beispielen von Manuskripten aus dem 15. Jahrhundert mit der Trojaner-Legende. Zunächst werde ich sowohl die permanenten Architektur- als auch die Landschaftselemente untersuchen, aus denen das Troy-Bild besteht. Zweitens werde ich den Einfluss des literarischen Materials auf die visuelle Darstellung betrachten, da mittelalterliche Literatur, die dem Trojanischen Zyklus gewidmet ist, sicherlich die Prinzipien seiner Darstellung in den beigefügten Miniaturen beeinflusst hat. Abschließend werde ich das Bild Trojas mit Darstellungen realer Städte wie Jerusalem, Rom und Konstantinopel vergleichen, die von der europäischen Tradition mythologisiert und sakralisiert wurden. Mit anderen Worten, besondere Aufmerksamkeit wird den kulturellen Codes, der heiligen Topographie und den Kontexten gewidmet, die das Bild der nicht existierenden Stadt Troja schaffen.


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