Podcasts

Taufe im angelsächsischen England

Taufe im angelsächsischen England

Taufe im angelsächsischen England: eine Untersuchung des lexikalischen Feldes

Von Marianne Petra Ritsema van Eck

Masterarbeit, Rijksuniversiteit Groningen, 2012

Abstract: Diese Arbeit untersucht das lexikalische Feld der Taufe im Altenglischen. Die lexikalische Entwicklung des Feldes und die semantische Entwicklung der einzelnen Lexeme wurden bewertet: die Verben Fulwian, Cristnian, depan, Dyppanund das Vokabular für Taufwasser im Altenglischen. In jeder Phase des Projekts wurden die sprachlichen Daten mit dem theologischen, liturgischen und kulturellen Hintergrund korreliert.

Einleitung: Diese Worte von Ratramnus von Corbi sind in der Tat eine passende Öffnung für eine Diskussion über die „heilige Quelle der Taufe“. Die vorliegende Diskussion wird sich nicht in erster Linie mit der Natur des Sakraments befassen, wie Ratramnus, sondern wird eher sprachlich sein Charakter. Zur Zeit der Bekehrung der Angelsachsen im 7. und 8. Jahrhundert wurden viele neue Gläubige getauft. Die Natur der Taufe als einleitendes Sakrament machte sie zu einem der ersten Elemente, mit denen Konvertiten des Christentums in Kontakt kommen würden. Da die Taufe für die Angelsachsen ein völlig neues Phänomen war, hatte die OE-Sprache zuvor keine Worte dafür besessen.

Die neuen Wörter, die letztendlich diese Lücke füllten, sollen im Mittelpunkt des vorliegenden Projekts stehen. Das Ziel dieser Studie wird es sein, die Ursprünge, Änderungen der kontextuellen Bedeutung und Verwendung (Häufigkeit) dieser Wörter zu entdecken und zu beschreiben sowie ihre Wechselbeziehung innerhalb des diachronen lexikalischen Feldes der Taufe in OE zu untersuchen. Dies bedeutet, dass nach der Festlegung der (diachronisch artikulierten) Struktur einzelner Wortfelder Fragen wie: did beantwortet werden können Fulwian und Cristnian bezeichnen tatsächlich die zwei unterschiedlichen Bestandteile der Taufliturgie, und zu welchen Teilen der Liturgie gehörten sie? Die diachrone Perspektive auf die lexikalischen und semantischen Entwicklungen der einzelnen Lexeme wird gegebenenfalls durch zusätzliche sprachliche Belege ergänzt. Historische und archäologische Quellen bilden den Hintergrund für diese Studie. Noch wichtiger ist, dass liturgische und theologische Informationen verwendet werden, um die kontextbezogene Bedeutung einzelner Wörter richtig zu interpretieren. Auf diese Weise wird es möglich sein, Schlussfolgerungen über die Funktionsweise dieser Wörter sowie über die Art der Taufpraxis im angelsächsischen England zu ziehen.

Das OE-Vokabular der Taufe hat nicht mehr als ein vorübergehendes Interesse an früheren Stipendien erhalten. Die relevanten Lexeme, Fulwian, Dyppan, und Cristnianwurden identifiziert und Fragen zu ihrer Herkunft und Bedeutung aufgeworfen, aber nicht beantwortet. Wie Christopher Jones am Ende seiner Prüfung eines kleinen Teils des Taufvokabulars feststellt: „Ein gründliches Studium der altenglischen Terminologie in allen Perioden wäre sehr willkommen.“ Moveover, der außergewöhnliche Status von OE im Vergleich zu den anderen Gmc-Sprachen, verdient Aufmerksamkeit. OE Fulwianund sein abgeleitetes Substantiv fulwiht sind einzigartig für OE; In den anderen Gmc-Sprachen der Zeit gibt es keine Verwandten. Was könnte zur Bildung dieses Verbs geführt haben?


Schau das Video: Kampf um England - Invasion der Normannen Deutsch Doku (Juli 2021).