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Gebärmutterkrebs in den Schriften byzantinischer Ärzte

Gebärmutterkrebs in den Schriften byzantinischer Ärzte

Gebärmutterkrebs in den Schriften byzantinischer Ärzte

Von Marianna Karamanou et al.

JBUON, Vol.20: 4 (2015)

Zusammenfassung: Byzantinische Ärzte erkannten Gebärmutterkrebs als eigenständige Krankheit und versuchten, einen therapeutischen Ansatz vorzuschlagen. Nach ihren Schriften galt Gebärmutterkrebs als unheilbare Krankheit und seine Behandlung basierte hauptsächlich auf palliativen Kräutermedikamenten.

Einleitung: 330 n. Chr. Verlegte Konstantin der Große (272-337 n. Chr.) Die Hauptstadt des Römischen Reiches von seiner historischen Basis nach Byzanz, einer antiken griechischen Kolonie am europäischen Ufer des Bosporus, und benannte sie nach sich selbst in Konstantinopel um. Es war eine sehr politische und historische Geste, da sich Konstantinopel an einer geografischen Kreuzung befand und das neu gebildete Byzantinische Reich ein Merkmal aufwies, das es vom spätrömischen Reich, dem Christentum, unterschied. Das Christentum war nicht nur die Religion des Staates, sondern es wurde auch in die Denkweise einbezogen und in den Wissenschaften und im Leben dominiert. Altes medizinisches Wissen und christliche Theologie waren in Byzanz miteinander verbunden, als die Person zu ihrem zentralen Ziel und körperlichen Wohlergehen wurde, das der geistigen Erlösung gleichkam. Auf diese Weise wurden die ersten Krankenhäuser entwickelt, um körperlich und geistig Kranke medizinisch zu versorgen.

Byzantinische Ärzte haben das medizinisch-griechisch-römische Erbe bewahrt, indem sie medizinische Texte zusammengestellt und kommentiert haben, und auch ihre eigenen Innovationen hinzugefügt. Medizinische Fachgebiete wie Geburtshilfe, Gynäkologie und Augenheilkunde nahmen in der byzantinischen Medizin einen wichtigen Platz ein. Ärzte zeichneten sich durch Pharmakologie und medizinische Botanik aus und fügten dem Konzept der Uroskopie neue Elemente hinzu, die die Medizin über Jahrhunderte hinweg beeinflussten.

Byzantinische Vorstellungen über Gebärmutterkrebs wurden von antiken griechischen und römischen medizinischen Behörden übernommen. Gebärmutterkrebs war eine unheilbare Krankheit, die sich aus dem Ungleichgewicht der vier Körperstimmungen und insbesondere dem Überschuss der „schwarzen Galle“ ergab, und byzantinische Ärzte wiesen auf ihre palliative Behandlung hin.


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