Podcasts

Eine Geschichte von zu vielen Römern: Konkurrierende byzantinische und mittelalterliche Ansprüche auf römisches Erbe

Eine Geschichte von zu vielen Römern: Konkurrierende byzantinische und mittelalterliche Ansprüche auf römisches Erbe

Eine Geschichte von zu vielen Römern: Konkurrierende byzantinische und mittelalterliche Ansprüche auf römisches Erbe

Artikel von Anthony Kaldellis

Gegeben an der Texas Tech University am 7. Oktober 2015

Das römische Erbe hat in der Neuzeit oft seine Bedeutung geändert. Rom, das einst als Vorbild für freie republikanische Staaten galt, wird heute häufiger als kaiserlicher Koloss angesehen, der unweigerlich „fallen“ muss. Seine Kultur wird hauptsächlich in der populären Unterhaltung konsumiert, auch wenn seine Sprache im heiligen Gebrauch bleibt. Ebenso wurde Roms Erbe im Mittelalter von vielen Mächten und Interessenten bestritten. Der östliche (byzantinische) und der westliche (deutsche) Kaiser bestanden darauf, dass jeder der alleinige rechtmäßige Eigentümer des Titels „Kaiser der Römer“ sei. Rom und Neu-Rom (Konstantinopel) konkurrierten auch auf dem Gebiet der Kirchenpolitik und -lehre. Dieser Vortrag erklärt die Konturen dieser Debatten. Was meinten die Byzantiner, als sie sagten, sie seien Römer? Und warum gab es im mittelalterlichen Westen so viel Konkurrenz und Verwirrung darüber, wer oder was römisch war?


Schau das Video: Wir Deutschen - Eine Reise zu den Schauplätzen der Vergangenheit (August 2021).