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Kommunale Probleme in der mittelalterlichen Schweiz

Kommunale Probleme in der mittelalterlichen Schweiz

Kommunale Probleme in der mittelalterlichen Schweiz

Von John Martin Vincent

John Hopkins University, 1905

Einleitung: Bis zum Ende des Mittelalters waren viele europäische Städte fast souveräne Staaten geworden. Dies war nicht ihr ursprünglicher Zustand, sondern das Ergebnis eines Prozesses, der sich über lange Zeiträume erstreckte. Jede Gemeinde hatte ihre eigene Geschichte und erreichte ihr Ziel auf ihrem eigenen Weg. Folglich können nur die allgemeinsten Regeln für das Wachstum des bürgerlichen Lebens in dieser Zeit festgelegt werden. Keine zwei Orte durchliefen genau die gleiche Entwicklung. Die Bedingungen ihrer Lebensgeschichte waren so unterschiedlich wie die feudalen Bräuche, aus denen sie hervorgingen. Die Städte passten ihre Kurse an ihre Umgebung an und gewannen aus ihren ursprünglichen Positionen der feudalen Unterwürfigkeit verschiedene Grade an Unabhängigkeit und Selbstverwaltung.

Unabhängig davon, ob es sich um ein Geschenk, einen Kauf oder eine Kriegsführung handelt, ist es nicht die Aufgabe dieses Papiers, die früheren Prozesse der Stadtentwicklung zu beschreiben, sondern die Situation zu überprüfen, als das Ziel der Freiheit erreicht worden war. Es ist von erheblichem Interesse, die Bedingungen zu beobachten, unter denen politisches und wirtschaftliches Leben in einer Zeit möglich war, in der das Schicksal der Stadt in den Händen ihrer eigenen Gouverneure lag. Die Aufgabe der Regierung war nicht so komplex wie in einer modernen Gemeinde, aber die Belastung war keineswegs gering, und das Ziel dieser Studie ist es, einige der Probleme aufzuzählen, mit denen die Stadtbehörden in bestimmten typischen Städten konfrontiert waren.