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Call for Papers: Jahreskonferenz der International Society of Medievalism

Call for Papers: Jahreskonferenz der International Society of Medievalism

Die nächste Jahreskonferenz der Internationale Gesellschaft des Mittelalters findet an der Universität Bamberg statt und soll stattfinden 18.-20. Juli 2016. Es wird von der Gesellschaft in Zusammenarbeit mit den Lehrstühlen für Mittelalterliche Germanistik, Englische Literaturwissenschaft und dem Zentrum für Mittelalterforschung (ZEMAS) organisiert.

Die Rezeption europäischer Themen aus dem Mittelalter spielt nicht nur in Europa selbst, sondern auch in Nordamerika eine bedeutende Rolle. Ein Blick auf den jeweiligen Buch- und Filmmarkt zeigt die unverminderte Popularität der Arthurianischen Erzählungen und der Nibelungen sowie anderer Erzählungen. Nationale Grenzen scheinen keine (oder kaum) Rolle zu spielen, obwohl viele dieser „Geschichten“ eng mit bestimmten Regionen verbunden sind - neben den oben genannten könnte man Robin Hood und in diesem Zusammenhang auch Richard Löwenherz, Merlin von der Arthurianische Erzählungen sowie Jeanne d'Arc und kürzlich auch historische Mythologisierung der Kelten und der Wikinger. Offensichtlich gehören viele dieser mittelalterlichen Geschichten, Personen und Ereignisse zu einem (europäisch-westlichen) „kulturellen Gedächtnis“, das natürlich sehr weit zurückreicht. Nach der Diskussion um die "Kultur der Erinnerung", die im späten 20. Jahrhundert intensiv geführt wurde und sich hauptsächlich auf Ereignisse während der nationalsozialistischen Herrschaft bezog, wird der Schwerpunkt von der Entstehung der kollektiven Erinnerungskultur innerhalb weniger Generationen weg verschoben. in Richtung jahrhundertealter Ereignisse und Geschichten, die Teil der (jeweils zeitgenössischen) Kultur geworden sind und (in Form der produzierten Rezeption, aber möglicherweise auch durch identitätsstiftende Funktionen) Kultur erzeugen, durch ständige Rezeption und Weitergabe. Im Gegensatz zu den neueren historischen (mehr oder weniger) greifbaren Ereignissen bietet die Vergangenheit von vor mehreren hundert Jahren - nach einer Theorie - ein "Potenzial für Mythologisierung" (Mythos, der als Erzählung von Personen oder Ereignissen [von a] gedacht ist). prähistorisches Zeitalter '], das allgemeine anthropologische Erfahrungen darstellt und als (n) [religiöse, spirituelle oder gesellschaftspolitische] Orientierung in der Welt dient). Gleichzeitig hat das europäische Mittelalter den Grundstein für die Neuzeit in Nord- und Westeuropa und damit auch in Nordamerika gelegt und kann daher - trotz oder vielleicht genau - auch als „Gründungszeit“ der europäischen Welt bezeichnet werden wegen der in letzter Zeit zunehmenden Tendenzen zum Nationalismus.

Vor diesem Hintergrund sind auf dieser internationalen Konferenz aktuelle und aktuelle Phänomene der Rezeption des Mittelalters und des Mittelalters in ihren jeweiligen nationalen, gesellschaftlichen, kulturellen oder auch politischen Kontexten zu untersuchen; Einer der zentralen Aspekte ist die Analyse der Anpassung und (politischen und kommerziellen) Instrumentalisierung europäischer mittelalterlicher "Mythen" im angloamerikanischen Bereich, wobei die Rolle und Funktion des europäischen Mittelalters, z. für die "neue Welt" heute und in der Vergangenheit. Mögliche Themenbereiche und Ausgangspunkte sind:

- Welche Themen werden in welchen nationalen Kontexten aufgenommen?

- Wie werden mittelalterliche Themen für politische Zwecke instrumentalisiert?

- Welche Rolle spielen mittelalterliche Themen für das kulturelle Selbstverständnis einer „Nation“?

- Gibt es Tendenzen zu Mythologisierungen?

- Welche Rolle spielt die Kommerzialisierung und warum sind mittelalterliche Themen in dieser Hinsicht so nützlich?

Die Organisatoren der Konferenz freuen sich auf Ihren kurzen Vorschlag bis zum 15. März 2016. Bitte senden Sie Ihre Abstracts an Prof. Dr. Ingrid Bennewitz ([E-Mail geschützt]).

Prof. Ingrid Bennewitz
Prof. Christoph Houswitschka
Martin Fischer, M.A.


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