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BHs im 15. Jahrhundert? Ein vorläufiger Bericht

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BHs im 15. Jahrhundert? Ein vorläufiger Bericht

Von Beatrix Nutz

Das Nordeuropäische Symposium für archäologische Textilien XI, Hrsg. Johanna Banck-Burgess und Carla Nübold (Rahden, 2013)

Einleitung: Im Zuge des umfassenden Umbaus des Schlosses Lengberg (Gemeinde Nikolsdorf, Osttirol, Österreich) wurden ab Juli 2008 unter der Leitung von Harald Stadler (Institut für Archäologie, Universität.) Archäologische Untersuchungen an mehreren Gebäudeteilen durchgeführt Innsbruck). Während dieser Recherche wurde im Südflügel des Schlosses in Raum 2.07 im 2. Stock ein gefüllter Gewölbespandrel entdeckt. Die Verfüllung wurde von Arbeitern einer örtlichen Baufirma herausgenommen und für das anschließende Sieben im Sommer 2009 gelagert. Die Verfüllung bestand aus trockenem Material in verschiedenen Schichten, einschließlich organischem Material wie Zweigen und Stroh, aber auch bearbeitetem Holz, Leder - hauptsächlich Schuhe - und Textilien. Die Baugeschichte sowie Untersuchungen zu Bautechniken von Martin Mittermaier und Kellner Hauser sowie die archäologischen Merkmale deuteten stark auf ein Datum für die Funde aus dem 15. Jahrhundert hin. Zu dieser Zeit wurde der Burg auf Befehl von Virgil von Graben eine weitere Ebene hinzugefügt. Der Gewölbespandrel wurde höchstwahrscheinlich während des Hinzufügens des 2. Stockwerks als Isolierung oder zum Nivellieren des Bodens mit Abfall gefüllt. Die Datierung wurde nun durch fünf an der ETH Zürich durchgeführte „C-Bestimmungen“ bestätigt.

Die erste dokumentierte Aufzeichnung von Lengberg als „Lengenberch“ ist vom 15. August 1190 datiert. Hier wird ein Dokument ausgestellt, das eine Spende des Grafen Heinrich von Lechsgemund an das Kloster Viktring in Kärnten sowie an Volcarth, Caloth und Otto de Lengenberch bestätigt , Ministeriales des Hauses Lechsgemund, werden als Zeugen benannt. 1207 verkaufte Heinrich von Lechsgemund die Burg an Erzbischof Eberhard von Salzburg und war fortan Eigentum der Salzburger Erzbischöfe, die im Laufe der Zeit die Verwaltung verschiedenen Adligen übertragen hatten. Für die Textilfunde aus Lengberg sind zwei Verabreichungsperioden von Interesse.

Von 1419 bis 1452 hatten Peter und Andre Mosheimer das Ministerium („Burghut“ oder „Pfiege“) inne, und von 1480 bis 1507 war Virgil von Graben Burgrave im Namen der Erzbischöfe von Salzburg. Virgil von Graben baute das alte Schloss „Veste Lengenberch“ durch Hinzufügen eines zweiten Stockwerks in ein neues repräsentatives Schloss um. Der Wiederaufbau wird von Paolo Santonino in seiner Reiseroute erwähnt, der uns auch eine kurze Beschreibung des Schlosses gibt und die Weihe der Schlosskapelle durch Pietro Carlo (1472-1513), Bischof von Caorle, am 13. Oktober 1485 erwähnt vermutete, dass der Umbau des Schlosses bereits mit der Einweihung der Kapelle abgeschlossen war. Seit 1956 befindet sich im Schloss das „Aufbauwerk der Jugend“, das sich der beruflichen Bildung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen widmet.

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