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Kapital- und Körperstrafe im angelsächsischen England

Kapital- und Körperstrafe im angelsächsischen England

Kapital- und Körperstrafe im angelsächsischen England

Vortrag von Jay Gates, Nicole Marafioti und Valerie Allen

Gegeben am John Jay College am 14. November 2014

Jay Gates, außerordentlicher Professor für Englisch am John Jay College, wird von seiner Mitherausgeberin Nicole Marafioti, Assistenzprofessorin für Geschichte an der Trinity University, und Valerie Allen, Professorin für Englisch am John Jay College, in einer Präsentation ihrer jeweiligen Kapitel begleitet von Kapital- und Körperstrafe im angelsächsischen England, das 2014 von Boydell and Brewer veröffentlicht wurde.

Die angelsächsischen Behörden bestraften Gesetzesbrecher häufig mit harten körperlichen Strafen wie Hinrichtung, Verstümmelung und Inhaftierung. Trotz ihrer Schwere waren diese Strafen keine willkürlichen Machtausübungen. Sie wurden vielmehr von differenzierten Bestrafungsphilosophien geprägt, die darauf abzielten, Konflikte zu lösen, den Frieden zu wahren und die christliche Moral durchzusetzen. Die zehn Aufsätze in Kapital- und Körperstrafe im angelsächsischen England rechtliche, literarische, historische und archäologische Beweise heranziehen, um die Rolle der Bestrafung in der angelsächsischen Gesellschaft zu untersuchen.

In der Sammlung tauchen drei dominierende Themen auf. Erstens ist der Übergang von einer Kultur der Vergeltungsfehde zu einem System der Top-down-Bestrafung, bei dem Strafen von einer Autoritätsperson verhängt wurden, die für die Wahrung des Friedens verantwortlich ist. Zweitens wird spektakuläre Bestrafung eingesetzt, um das königliche Ansehen zu stärken, da angelsächsische Könige ihre Macht zentralisieren und legitimieren wollten. Drittens ist die Schnittstelle zwischen weltlicher Bestrafung und Bußpraxis, da die christlichen Behörden die Strafen für materielle Kriminalität mit Sorge um die Seelen der Verurteilten milderten. Zusammen zeigen diese Studien, dass im angelsächsischen England Kapital- und Körperschaftsstrafen als notwendige, legitime und gerechte Methoden der sozialen Kontrolle angesehen wurden.

Siehe auch:Kapital und körperliche Bestrafung waren im angelsächsischen England möglicherweise selten, so der Forscher


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