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Golf am Rhein: Auf den Ursprüngen des Golfsports mit Seitenlichtern am Polo

Golf am Rhein: Auf den Ursprüngen des Golfsports mit Seitenlichtern am Polo

Golf am Rhein: Auf den Ursprüngen des Golfsports mit Seitenlichtern am Polo

Von Heinar Gillmeister

Internationale Zeitschrift für SportgeschichteVol.19: 1 (2002)

Einleitung: Die Behauptung der schottischen Herkunft des Golfsports hat sich auf zwei Säulen gestützt, wenn man die Gesetze des schottischen Parlaments aus der Regierungszeit von James II und James IV so nennen kann. In einer am 6. März 1457 in Edinburgh einberufenen Resolution des vierzehnten Parlaments wurden die Fußball- und Golfspiele („Futbawe and Ye Golf“) mit aller Macht verboten („absolut erledigt“). In der 1491 verabschiedeten Resolution wurden Fußball, Gold und andere nutzlose Spiele insgesamt verboten („fut bawis gouff oder uthir sic unprofftiable sports“). Darüber hinaus schreiben beide Gesetze dem schottischen Volk vor, Bogenschießen zu betreiben, eine Sportart, die angeblich zur Verteidigung des Landes eingesetzt werden könnte. In den bestehenden Golfgeschichten kann man auch sagen, dass die oben genannten Säulen die Navigationsgrenzen für die angelsächsischen Golfhistoriker definiert haben, ähnlich wie die Pilalrs of Hercules von früher. Der Zweck dieses Artikels ist es zu zeigen, dass diese Behauptung schottischer Herkunft unbegründet ist, und Golfhistorikern neues Quellenmaterial zur Kenntnis zu bringen, das die kontinentalen Ursprünge des schottischen Nationalspiels belegt. Gleichzeitig wird die altehrwürdige Ansicht, dass Polo einen Einfluss auf die Entstehung des Golfsports gehabt haben könnte, überprüft und es wird gezeigt, dass Polo, obwohl es keine Grundlage für eine solche Annahme gibt, dennoch die Waage zugunsten von a kippt Kontinentaler Ursprung des Golfsports auf faszinierende und entscheidende Weise.

Bereits 1360 erließen die Behörden der Stadt Brüssel Vorschriften, die den Gesetzen des schottischen Parlaments sehr ähnlich waren und die den Bürgern drohten, sich mit einer Geldstrafe von zwanzig Schilling oder der Beschlagnahme ihres Oberbekleidungsstücks dem Golfspiel zu widmen. ("Wie traf Colvern tsolt es om twinitch scell [inge] of op bare ouerste cleet"). Aus diesem Text lassen sich mehrere Schlussfolgerungen ziehen. Erstens scheint der schottische Begriff Golf vom Mittelholländischen abgeleitet zu sein kolf, oder kolve, was einen Hirtenbuckel bezeichnete. Zweitens bezogen sich die Scottish Acts nicht auf das Golfspiel, wie wir es kennen. Golf war schon in seiner Anfangszeit so unschuldig, dass niemand einen Grund gehabt hätte, es für illegal zu erklären. Das Reglement in Brüssel war auf das Spiel von ausgerichtet Seele a la KreuzDas war berüchtigt für die vielen Verletzungen und Todesfälle, die sich daraus ergaben. Das Auftreten des Verbs aus tsolt, "Spielt das Seelenspiel" (eine gebogene Form von Tsollen das entsprach Französisch Souler) macht eine solche Schlussfolgerung unvermeidlich.


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