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Der Palast des Kalifen am Ufer des Sees von Galiläa soll restauriert werden

Der Palast des Kalifen am Ufer des Sees von Galiläa soll restauriert werden


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Die Bundesregierung wird Archäologen für die Restaurierung eines Umayyaden-Palastes aus dem frühen 8. Jahrhundert finanzieren.

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz erhält im Rahmen des Kulturerhaltungsprogramms des Auswärtigen Amtes 30.000 Euro für die Restaurierung eines Kalifenpalastes am Ufer des See Genezareth. Der Schlosskomplex erstreckt sich über eine Fläche von rund 5.000 Quadratmetern und wurde von 1932 bis 1939 von deutschen Archäologen der Katholischen Görres-Gesellschaft und des Museums für Islamische Kunst in Berlin freigelegt. Es befindet sich an Land, das heute noch dem Deutschen Heiligen Landverband (DVHL) gehört und von der Israelischen Nationalparkbehörde verwaltet wird.

Der Palast wurde vom Kalifen Walid I. (705 bis 715 v. Chr.) Der Umayyaden erbaut, der von 661 bis 750 n. Chr. Das erste Kalifat im Heiligen Land errichtete. Es wurde aus weißem Kalkstein auf einem unteren Kurs aus schwarzem Basalt erbaut und umfasst eine der ältesten Moscheen im Heiligen Land. Einige Jahre nach Baubeginn erschütterte ein schweres Erdbeben den Palast und verursachte einen Spalt durch die Mitte der Moschee und den gesamten Ostflügel des Gebäudes. Dies stellte wahrscheinlich die Arbeiten ein, bevor die Struktur vollständig fertiggestellt war.

Später im Mittelalter wurde auf dem Gelände ein Zuckerrohrofen aufgestellt. Dies brachte den Kreuzfahrern, denen es gehörte, beträchtlichen Wohlstand, führte jedoch zu dauerhaften Umweltschäden, da für den Betrieb enorme Mengen an Wasser und Holz benötigt wurden. Seit der Ausgrabung in den 1930er Jahren wurden die Ruinen durch Vegetationswachstum und Wettereffekte freigelegt und bedroht.

Das vom Auswärtigen Amt geförderte Restaurierungsprojekt im Rahmen ihrer Bemühungen, den 50. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel herauszustellen. „Dieses Projekt wurde pünktlich ins Leben gerufen - es bleibt keine Zeit mehr zu verlieren“, betonte der Archäologe PD Dr. Hans-Peter Kuhnen, Akademischer Leiter der Abteilung für Alte Studien der Universität Mainz. „Jedes Jahr haben wir die allmähliche Verschlechterung des Palastes miterlebt. Durch die finanzielle Unterstützung des Projekts übernimmt Deutschland die Verantwortung für eine wichtige archäologische Stätte, die ohne die deutsche Initiative in den 1930er Jahren nicht ausgegraben worden wäre. Gleichzeitig unterstützen wir die Arbeit des Managements der israelischen Nationalparks, unsere Studenten haben die Möglichkeit, praktische Erfahrungen im Bereich der archäologischen Erhaltung zu sammeln, und wir geben innerhalb der archäologischen Gemeinschaft ein Beispiel für einen Dialog mit dem Islam. “

Deutschland unterstützt seit 1981 die weltweite Erhaltung des kulturellen Erbes im Rahmen des Kulturerhaltungsprogramms seines Auswärtigen Amtes. Ziel war es, ein unabhängiges nationales Bewusstsein in den Partnerländern und einen kooperativen Ansatz für den Umgang mit den kulturellen Schätzen der Welt zu fördern. Das Kulturerhaltungsprogramm ist auch ein wirksames Instrument der internationalen Kultur- und Bildungspolitik Deutschlands. Diese Strategie des Kulturschutzes als Mittel zur Förderung der Stabilität in Krisenstaaten und als Beitrag zur Krisenprävention hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen.


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