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Römische Identität in Byzanz: ein kritischer Ansatz

Römische Identität in Byzanz: ein kritischer Ansatz

Römische Identität in Byzanz: ein kritischer Ansatz

Von Ioannis Stouraitis

Byzantinische Zeitschrift, Band 107, Ausgabe 1 (2014)

Abstract: Die kollektive Identität im sogenannten Byzantinischen Reich ist ein viel diskutiertes Thema, das im Laufe der Jahre viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Das vorliegende Papier versucht eine kritische Bewertung der bisherigen Hauptlinien des Denkens über die byzantinische Identität, wobei der Schwerpunkt auf der Zeit zwischen dem 7. und dem 13. Jahrhundert liegt. Indem ich eine alternative Sicht auf Quellenmaterial vorschlage, die auf einem umfassenden theoretischen Rahmen basiert, argumentiere ich, dass eine Konzeptualisierung der kollektiven Identität dieser mittelalterlichen imperialen Gesellschaftsordnung mit ihren ständig schwankenden geopolitischen und kulturellen Grenzen von den essentiellen und bestätigenden Ansichten über die mehrjährige Ethnizität getrennt werden muss sowie aus dem modernen Phänomen des Nationalstaates.

Einleitung: Man könnte plausibel argumentieren, dass das Problem der Entschlüsselung der byzantinischen Identität in der Tatsache liegt, dass der Begriff "byzantinisch", der in der Gegenwart häufig verwendet wird, um den Staat und die Subjekte des christlich-römischen Reiches zu definieren (entweder seit Konstantin I. oder seit Konstantin I.) alternativ seit der post-justinianischen Zeit) ist ein terminus technicus, ein retrospektives Konstrukt von Wissenschaftlern der frühen Moderne in Westeuropa. Dieser Terminus technicus entfernt das Scheinwerferlicht von der normativen Selbstbezeichnung dieser Gesellschaft, d. H. Der römischen, und erlegt dem modernen Historiker somit eine latente Tendenz auf, nämlich die Tendenz, dass die kollektive Identität dieser Gesellschaft anders genannt und verstanden werden muss als der Name.

Die Hauptgedanken der Forschung zur mittelalterlichen oströmischen Identität lassen sich grob wie folgt zusammenfassen: Die erste, die stark vom retrospektiven nationalen Diskurs der Neugriechen beeinflusst wird, nähert sich dieser Identität als mittelalterliche Form der mehrjährigen griechischen nationalen Identität. Der zweite, der innerhalb des Feldes als vorherrschend angesehen werden könnte, wenn auch in seinen verschiedenen Äußerungen keineswegs monolithisch übereinstimmend, spricht von einem multiethnischen imperialen Staat mindestens bis zum zwölften Jahrhundert, dessen durchschnittliches Thema selbst identifiziert wurde Römisch. Der dritte und neuere Ansatz wies die Annahme eines multiethnischen Reiches zurück und schlug vor, Byzanz als einen vormodernen Nationalstaat zu betrachten, in dem Romanness die Merkmale nationaler Identität hatte.


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