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Einwände gegen die Bischofswahlen in England, 1216-1272

Einwände gegen die Bischofswahlen in England, 1216-1272

Einwände gegen die Bischofswahlen in England, 1216-1272

Katherine Harvey

Nottingham Mittelalterstudien: 55 (2011), S. 125-48

Abstrakt

Im August 1228, nach dem Tod von Stephen Langton, den Mönchen der Christ Church, versammelte sich Canterbury, um seinen Nachfolger zu wählen. Ihre Wahl wurde schnell getroffen: Innerhalb eines Monats nach Langtons Tod war Walter von Eynsham, ein Mitglied des Domkapitels, der gewählte Erzbischof von Canterbury. Leider war Bruder Walter nicht dazu bestimmt, Englands höchstes kirchliches Amt zu sichern. Anfang des folgenden Jahres hob Papst Innozenz IV. Eynshams Wahl auf und stellte Richard le Grant, Kanzler der Kathedrale von Lincoln, dem Erzbistum von Canterbury zur Verfügung.

Warum hat Walter de Eynsham die Position, in die er gewählt worden war, nicht erreicht? Während das Recht der Domkapitel, freie Wahlen abzuhalten, zu Beginn des 13. Jahrhunderts gut etabliert war, war die Wahl durch die Mitmönche oder Kanoniker nur die erste Hürde auf dem Weg zum Episkopat. Jede kirchliche Wahl musste vor der Prüfung und Bestätigung durch den unmittelbaren Vorgesetzten der Auserwählten die königliche Zustimmung erhalten. Für die englischen Bischöfe war dies der Erzbischof ihrer Provinz und für die Erzbischöfe der Papst. Die Prüfung befasste sich mit zwei Faktoren, dem Wahlverfahren und der Eignung des Kandidaten, und die Wahl würde aufgehoben, wenn einer der beiden als mangelhaft befunden würde.

Wenn Einwände gegen die Wahl erhoben würden - normalerweise vom König, einem Mitglied des Wahlgremiums oder einem Mitglied des Episkopats, aber möglicherweise von Dritten -, würden diese ebenfalls berücksichtigt. Darüber hinaus bestand die ständige Gefahr einer Beteiligung des Papstes, denn wenn eine Wahl angefochten wurde, war zu erwarten, dass eine oder mehrere der beteiligten Parteien einen Rechtsbehelf gegen Rom einlegen würden. Es würde dann vom Papst (oder von seinen Vertretern, entweder in Rom oder in England) anstelle des Metropoliten geprüft. Im Jahr 1257 entschied Alexander IV., Dass jede umstrittene Bischofswahl ein Causa Major war und somit automatisch der päpstlichen Gerichtsbarkeit unterlag. Erst wenn sowohl die königliche als auch die kirchliche Zustimmung eingeholt worden war, würde der Auserwählte das Sorgerecht für die Spiritualitäten und Zeitlichkeiten seines Sehens erhalten und geweiht werden.


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