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Tollwut in der mittelalterlichen persischen Literatur - der Kanon von Avicenna (980–1037 n. Chr.)

Tollwut in der mittelalterlichen persischen Literatur - der Kanon von Avicenna (980–1037 n. Chr.)

Tollwut in der mittelalterlichen persischen Literatur - der Kanon von Avicenna (980–1037 n. Chr.)

Von Behnam Dalfardi, Mohammad Hosein Esnaashary und Hassan Yarmohammadi

Infektionskrankheiten der Armut, Vol.3: 7 (2014)

Abstract: Ibn Sina (980–1037 n. Chr.), Bekannt unter seinem vollen Namen Abu Ali al-Hussain ibn Abdallah ibn Sina und dem lateinischen Namen „Avicenna“, war ein persischer Gelehrter, an den man sich vor allem wegen seiner Beiträge zur Medizin erinnert. Er verfasste Al-Qanun fi al-Tibb (Der Kanon der Medizin). Abschnitte seiner Arbeit widmen sich detaillierten Beschreibungen einer Reihe von Infektionskrankheiten, insbesondere Tollwut. Avicenna beschrieb Tollwut bei Menschen und Tieren und erklärte ihre klinischen Manifestationen, den Übertragungsweg und die Behandlungsmethoden. In diesem Artikel ist es unser Ziel, Avicennas Sichtweisen auf Tollwut aus dem 11. Jahrhundert zu diskutieren und sie mit modernem medizinischem Wissen zu vergleichen.

Einleitung: Tollwut ist eine akute, fortschreitende und tödliche anthropozoonotische Infektion des Zentralnervensystems, die durch Viren der Gattung verursacht wird Lyssavirus und die Familie Rhabdoviridae. Seine Geschichte reicht Jahrtausende zurück, aber trotz dieser langen Geschichte bleibt es eine Herausforderung für die moderne Medizin.

Zweifellos ist das heutige Wissen über Tollwut einer Kette von Theorien und Erfahrungen zu verdanken, die im Laufe der Zeit entwickelt wurden. Gelehrte wie Demokrit (460–370 v. Chr.), Aristoteles (384–322 v. Chr.), Plinius der Ältere (23–79 n. Chr.), Galen (130–200 n. Chr.), Celsus (25 v. Chr. - 50 n. Chr.), Rufus von Ephesus (80–150 n. Chr.), Oribasius (320–400 n. Chr.) Und Aëtius von Amida (502–575 n. Chr.) Gehören zu den ersten Ärzten, die sich speziell mit Tollwut befassen und zum Aufbau einer Wissensbasis darüber beitragen. Zum Beispiel bemerkte Aristoteles die Möglichkeit einer Tollwutübertragung von einem infizierten Tier auf ein gesundes durch einen Biss. Als weiteres Beispiel prägte Celsus den Begriff „Hudrophobie“ (Hydrophobie) und schlug vor, dass der Speichel eines tollwütigen Tieres ein Gift enthält.

Einige Jahrhunderte später leisteten persische Wissenschaftler wie Rhazes (865–925 n. Chr.), Al-Akhawayni Bukhari (? –983 n. Chr.), Avicenna (980–1037 n. Chr.) Und Jurjānī '(1042–1137 n. Chr.) Bedeutende Beiträge dazu Die Kunst der Medizin führte zur Entstehung des "Goldenen Zeitalters des Islam" (9. bis 12. Jahrhundert n. Chr.), einer Ära großer Entwicklung für die Wissenschaft der Medizin in islamischen Zivilisationen. Diese Wissenschaftler spielten eine Schlüsselrolle bei der Sammlung und Bewahrung des vorhandenen medizinischen Wissens ihrer Vorgänger und der Verbreitung an zukünftige Generationen. Darüber hinaus fügten sie ihre eigenen gesammelten Informationen und Erfahrungen zum Vorwissen hinzu.

Die Tollwutkrankheit und ihre verschiedenen Aspekte sind Themen, die von persischen Wissenschaftlern in ihren Arbeiten ausführlich diskutiert werden. In Anbetracht dessen, dass Avicenna sowohl in der Medizin seiner Zeit als auch in den folgenden Jahrhunderten eine führende Rolle spielte, zielt dieses Papier darauf ab, seine Meinungen zu Tollwut zu überprüfen.


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