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Feind und Vorfahr: Wikingeridentitäten und ethnische Grenzen in England und der Normandie, um 950 - um 1015

Feind und Vorfahr: Wikingeridentitäten und ethnische Grenzen in England und der Normandie, um 950 - um 1015

Feind und Vorfahr: Wikingeridentitäten und ethnische Grenzen in England und der Normandie, um 950 - um 1015

Von Katherine Clare Cross

Doktorarbeit, University College London, 2014

Abstract: Diese These ist ein Vergleich der ethnischen Zugehörigkeit in der Wikingerzeit in England und der Normandie. Es konzentriert sich auf den Zeitraum um 950 bis 1015, der mehrere Generationen nach den ersten skandinavischen Siedlungen in beiden Regionen beginnt. Der vergleichende Ansatz ermöglicht eine Untersuchung darüber, wie und warum sich die Bewohner der beiden Gesellschaften in ihrer Wahrnehmung des Wikingererbes und seiner Auswirkungen auf die ethnischen Beziehungen in dieser Zeit unterschieden. Schriftliche Quellen liefern den Schlüssel zu diesen Wahrnehmungen: Genealogie, Geschichte, Hagiographie, Charta und Gesetzbuch.

Die Arbeit ist die erste Studie, die diese Quellen und Aspekte der Wikingerzeit in England und der Normandie gegenüberstellt und vergleicht. Die Herangehensweise an die ethnische Zugehörigkeit wird von den Sozialwissenschaften bestimmt, insbesondere von Fredrik Barths ethnischen Gruppen und Grenzen. Der Schwerpunkt liegt hier auf der ethnischen Identität als soziales Konstrukt und als Produkt des Glaubens an die Gruppenmitgliedschaft. Diese Untersuchung behandelt insbesondere die ethnische Identität getrennt von kulturellen Merkmalen wie Namen, Kleidung, Aussehen und Kunst. Auf diese Weise wird eine neue Perspektive in den Diskussionen über die Assimilation nach der skandinavischen Besiedlung eröffnet.

Zu Analysezwecken wurde die „ethnische Zugehörigkeit“ in drei Bereiche unterteilt: genealogische, historische und geografische Identität. Quellen aus England und der Normandie werden in jedem der drei Stränge verglichen. Die Arbeit zeigt die Entwicklung einer einzigen "Wikinger" -Gruppenidentität in der Normandie, die im Unterschied zu den Franken definiert wurde.

In England hingegen hatten die Identität der Wikinger und der Skandinavier unterschiedliche Bedeutungen und wurden in verschiedenen Situationen eingesetzt. Keine einzelne Gruppe hat den ausschließlichen Anspruch auf das Erbe der Wikinger erhoben oder ihn vollständig abgelehnt. Letztendlich wird argumentiert, dass die Identität der Wikinger als Instrument in politischen und militärischen Konflikten eingesetzt wurde. Es war kein Ausdruck der Assoziation mit skandinavischen Verbündeten, wurde jedoch meistens als lokaleres Unterscheidungsmerkmal in England und der Normandie verwendet.


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