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"The Raw and The Cooked": Möglichkeiten zum Kochen und Servieren von Speisen in Byzanz


"The Raw and The Cooked": Möglichkeiten zum Kochen und Servieren von Speisen in Byzanz

Ilias Anagnostakis

Aromen und Köstlichkeiten: Geschmack und Vergnügen der alten und byzantinischen Küche, Athens (2013) 175-181.

Abstrakt

Abweichend von der alten Tradition, die das Essen von ungekochtem Essen (ōmon) nur mit Barbaren verband, wurde Rohkost vor allem in Mönchsgemeinschaften, aber auch täglich in Byzanz konsumiert. Rohkost (ōma edesmata), frische oder getrocknete ungekochte Lebensmittel (chlōra oder xēra), insbesondere Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst, aber auch Milch, Honig und rohe Schalentiere waren ein wichtiger Bestandteil der byzantinischen Ernährung. Aus byzantinischer Sicht waren sowohl rohe (ōma) als auch gegrillte oder am Spieß geröstete (opta) Lebensmittel das Gegenteil von dem, was sie als „richtig“ gekochtes Essen (mageireuta) betrachteten, das Fähigkeiten beinhaltete, die von einem einfachen kulinarischen Prozess bis zur fantasievollen Kunst reichten eines Kochs (mageiros), wie im Fall der komplexeren oder „zusammengesetzten“ Gerichte (mageireiai).

Natürlich wird der Begriff Omophagie (ōmophagia), der das Essen von Rohkost bedeutet, hauptsächlich verwendet, um die Bestialität des barbarischen oder heidnischen Essens von rohem Fleisch zu verurteilen. Der Kaiser Julian erwähnt das Essen von Rohkost (ōmophagia) unter Berufung auf diejenigen, die „Seeigel, Austern und im Allgemeinen alles der Art verschlucken, ohne sie zu erhitzen… nur zum Vergnügen des Gaumens“ (Julian Emperor) , To the Uneducated Cynics, 36-37. Siehe auch oben, S. 81, 103). Dementsprechend wird der Begriff Omophagie von den Byzantinern selten verwendet, selbst um das Essen von rohem Gemüse zu bezeichnen (Palladios, Vita 11, 4. 5). Dennoch wird in der klösterlichen Ernährung häufig der Verzehr von rohem (ōmon), ungekochtem oder frischem Gemüse und anderem Gemüse, insbesondere Kohl, von ungekochtem frischem oder getrocknetem Hülsenfrucht (normalerweise eingeweicht), Obst und Nüssen erwähnt.


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