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Welten klein geschrieben: vier Studien zu architektonischen Miniaturformen im mittelalterlichen Nahen Osten

Welten klein geschrieben: vier Studien zu architektonischen Miniaturformen im mittelalterlichen Nahen Osten

Welten klein geschrieben: vier Studien zu architektonischen Miniaturformen im mittelalterlichen Nahen Osten

Gräber, Margaret Susanna

Doktor der Philosophie, Die Universität von Edinburgh, 26. November (2010)

Abstrakt

Während die akademische Diskussion über Ornamente in der mittelalterlichen islamischen Kunst viel über die Kodifizierung und Bedeutung bestimmter Formen nachgedacht hat, wurde die visuelle und ikonografische Funktion der Architektur als Ornament in diesem Zusammenhang bisher relativ wenig erforscht. Die wenigen Autoren, die sich mit diesem Thema befasst haben, haben sich überwiegend auf zweidimensionale architektonische Darstellungen konzentriert und dabei den beträchtlichen Bestand an tragbaren Objekten aus dem mittelalterlichen Nahen Osten weitgehend ignoriert, die Architektur durch dreidimensionale Formen imitieren, sei es mimetisch kohärent oder a mehr elliptische oder rekonfigurierte Weise. Diese These schlägt in erster Linie vor, dass die Verwendung von Architektur als Inspiration für die nicht wesentlichen formalen Eigenschaften tragbarer Objekte aus der mittelalterlichen islamischen Welt eine bedeutende kulturelle Bedeutung hat. Durch die ikonografische Analyse der Beziehungen, die solche Objekte zur Architektur eingehen, wird in der Arbeit ein Verständnis sowohl der Architektur in voller Größe als auch ihrer Miniaturinkarnationen im mittelalterlichen städtischen Kontext vermittelt. Um den intellektuellen Umfang der Studie zu maximieren und gleichzeitig eine eingehende Behandlung des Materials zu ermöglichen, werden vier diskrete Studien verschiedener Objektgruppen vorgestellt. Alle diese Daten stammen vermutlich aus den Jahren 1000 bis 1350 n. Chr. Und stammen aus den Kerngebieten des Nahen Ostens in Persien, Syrien und Ägypten.

Das erste Kapitel untersucht die glasierten Keramik-Hausmodelle, von denen angenommen wird, dass sie aus dem späten oder post-seldschukischen Persien stammen. In der zweiten werden sechsseitige Keramiktische aus demselben Milieu und zahlreiche verwandte Tische behandelt, die im gleichen Zeitraum in Syrien hergestellt wurden. Im dritten Kapitel werden geschnitzte Marmorglasstände aus Kairo analysiert, die offenbar ab dem 12. Jahrhundert hergestellt wurden. Das letzte Kapitel über Metallarbeiten erweitert seinen Ansatz um zwei sehr unterschiedliche Produktionsarten: Tintenfässer aus Khurasan und Weihrauchbrenner aus der Breite des Nahen Ostens. Da sich ein Großteil der Arbeit auf Material konzentriert, das dramatisch unterbesprochen wurde, führt sie in erster Linie Beispiele für jeden der untersuchten Objekttypen aus. Obwohl diese Informationen als Katalog vi sommaire präsentiert werden, wird diese Komponente der Arbeit nicht als Selbstzweck angesehen. Die Hauptaufgaben der Arbeit sind die Identifizierung der architektonischen Tropen, die innerhalb jeder Objektgruppe hervorgerufen werden, die Analyse der Art und Weise, in der diese Formen an den Miniaturkontext der Objekte angepasst wurden, und der Ort der Bedeutung innerhalb einer solchen Verkleinerung evokationen der architektonischen form. Durch Vergleiche mit anderen Objekten, Architektur in Originalgröße, zweidimensionale Darstellungen von Architektur und historischen Texten bewegt die Arbeit den Diskurs über diese Art von Motiv in der islamischen Kunst über die traditionelle und manchmal oberflächliche Diskussion von "Ornament" hinaus und setzt die architektonische Ikonographie neu in größeren Kontexten der Urbanisierung und Stadtkultur der mittelalterlichen islamischen Welt.


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