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Mittelalterliche Stadtkompetenz: Fragen und Möglichkeiten

Mittelalterliche Stadtkompetenz: Fragen und Möglichkeiten

Mittelalterliche Stadtkompetenz: Fragen und Möglichkeiten

Mostert, Marco

Mittelalterliche Stadtkompetenz I., ed. Marco Mostert und Anna Adamska (Brepols, In Vorbereitung)

Abstrakt

Ein wichtiges Thema in der jüngsten Alphabetisierungsforschung ist das Wachstum der sogenannten Alphabetisierungsmentalität. Anders als bei anderen Sozialwissenschaftlern, wie z. Anthropologen und Historiker versuchen normalerweise, Abstand zum unscharfen Begriff „Mentalität“ zu halten. Schüler mittelalterlicher Alphabetisierung vermeiden exklusive Definitionen und ziehen es vor, Faktoren aufzuzählen, die zur Entwicklung von „Alphabetisierungsmentalitäten“ beitragen. Zu den wichtigsten Faktoren gehört die Erkenntnis, dass es eine „natürliche“ Sache ist, menschliches Handeln durch Schreiben zu bewahren, sobald das Schreiben zu einer Option in einer mittelalterlichen Gesellschaft geworden ist, und dass schriftliche Aufzeichnungen zur Rekonstruktion der Vergangenheit verwendet werden können. Das Schreiben wird allmählich als Instrument zur Festlegung und damit Definition von Ereignissen vertrauenswürdig. Ein quantitativer Faktor ist der Fortschritt in der Alphabetisierung: die Verbreitung der elementaren Lese- und Schreibfähigkeiten unter immer mehr sozialen Gruppen. Die Entwicklung der Alphabetisierungsmentalität kann am Wachstum (oder Rückgang) des Ansehens derjenigen Personen gemessen werden, die lesen und schreiben können.


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