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Christian Cato: Eine mittelenglische Übersetzung der Disticha Catonis

Christian Cato: Eine mittelenglische Übersetzung der Disticha Catonis

Christian Cato: Eine mittelenglische Übersetzung der Disticha Catonis

Horrall, Sarah M.

FlorilegiumVol. 3 (1981)

Die Artikelnummer 169 von Browns Index of Middle English Verse listet zwei Manuskripte von Cato auf Distichs in sechszeiligen Strophen: MS Bodl. 3894 (faires Fax 14), fols. 122r-123v und MS Bodl. 29003 (Add A. 106), fols. 1 5 V - 2 7 V. Die Fairfax-Version ist ein Fragment von nur zwei Blättern, das am Ende eines der Manuskripte von Cursor Mundi steht. Die Version in MS Bodl. Hinzufügen. A 106 ist in der Tat eine völlig andere Übersetzung, die nichts mit der im Fairfax-Manuskript zu tun hat. Wells erkannte dies und Forster demonstrierte den Unterschied, indem er einige Beispielverse des vorliegenden Gedichts druckte. Browns Fehler bleibt jedoch bestehen. In einer der jüngsten Diskussionen über die englischen Versionen von Cato hat I.A. Brunner vernachlässigt es, die Bodleian-Übersetzung überhaupt zu erwähnen, obwohl sie die Fairfax-Version diskutiert. Darüber hinaus verdeckt ein Fehler in der New Cambridge Bibliography of English Literature auch die dort gegebenen Informationen.

MS Bodl. A. 106 ist ein Quartoband des 15. Jahrhunderts mit einer Größe von 13,5 cm. x 20,5 cm. Sechs separate Papiermanuskripte sind zusammen in der ursprünglichen Lederbindung aus dem 15. Jahrhundert über Brettern erhalten. Das Buch ist hauptsächlich eine verschiedene Sammlung medizinischer und wissenschaftlicher Informationen, enthält aber auch die Vierpass der Liebe.

Die Übersetzung der Distichs besetzt die Gegenwart fols. 15v-27v. Die Hand ist eine Sekretärin, deren Anfangsbuchstaben rot umrandet sind. Das Reimschema aab ccb wird durch rote Stiftlinien angezeigt, die die Reimwörter verbinden. Der Dialekt der Übersetzung ist ein nordischer.

Diese Version der Distichs von Cato wird, wie Forster bemerkte, direkt aus dem Lateinischen übersetzt, ohne die Hilfe eines der damals verfügbaren französischen Texte. Das epigrammatische Latein jedes Distichs wurde erweitert, um sechs Zeilen englischen Verses zu füllen. Die Arbeit wurde von einem Übersetzer geleistet, der nicht besonders kompetent darin war, mittelenglische Verse zu schreiben, und dessen Latein außerdem etwas wackelig zu sein scheint. Das Ergebnis ist eine Übersetzung mit sehr vielen Zeilenfüllern und einer sehr gespannten Syntax. Es ist möglich, dass diese Übersetzung das Ergebnis einer Übung eines nicht sehr begabten Schülers ist.


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