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Gestaltung mittelalterlicher Märkte: Die Organisation der Rohstoffmärkte in Holland, c. 1200 - c. 1450

Gestaltung mittelalterlicher Märkte: Die Organisation der Rohstoffmärkte in Holland, c. 1200 - c. 1450

Gestaltung mittelalterlicher Märkte: Die Organisation der Rohstoffmärkte in Holland, c. 1200 - c. 1450

Von Jessica Dijkman

(Brill, 2011)

Synopsis: Im späten Mittelalter wandelte sich die Grafschaft Holland von einer peripheren Agrarregion zu einer stark kommerzialisierten und urbanisierten. Dieses Buch untersucht, wie die Organisation der Rohstoffmärkte zu dieser bemerkenswerten Entwicklung beigetragen hat. Der Vergleich von Holland mit England und Flandern zeigt, dass die spezifische Geschichte der Rückgewinnung und Besiedlung Hollands zu einem günstigen Kräfteverhältnis zwischen Staat, Adel, Städten und ländlichen Gemeinden geführt hat, das die Möglichkeiten zur Suche nach Mieten verringert und den Aufstieg effizienter Märkte begünstigt hat . Dies ermöglichte es Bürgern, Bauern und Fischern, die neuen Möglichkeiten, die sich aus den sich ändernden wirtschaftlichen und ökologischen Umständen im späten 14. und frühen 15. Jahrhundert ergaben, voll auszuschöpfen.

Inhalt

1. Einleitung
1.1 Holland: eine kommerzialisierende Wirtschaft
1.2 Ein institutioneller Ansatz
1.3 Forschungsfragen

TEIL I: DER INSTITUTIONELLE RAHMEN: HANDELSORTEN
2. Messen
2.1 Einleitung
2.2 Messen und Transaktionskosten
2.3 Messen in Holland: eine chronologische Rekonstruktion
2.4 Wirtschaftliche Funktion
2.5 Macht und Politik
2.6 Schlussfolgerungen

3. Ländliche Märkte c. 1200 - c. 1350: ein später Start?
3.1 Einleitung
3.2 Eindringen in die Stadt oder städtische Anziehungskraft
3.3 Lords und ihre Beteiligung an ländlichen Märkten
3.4 Schlussfolgerungen

4. Neue Institutionen für den ländlichen Handel (ca. 1350 - ca. 1450)
4.1 Einleitung
4.2 Fischmärkte am Meer und Seefischhandel
4.3 Ländliche Wägehäuser und Milchhandel
4.4 Schlussfolgerungen

5. Die Dordrecht-Heftklammer
5.1 Einführung
5.2 Die Dordrecht-Grundnahrungsmittel in internationaler Perspektive
5.3 Dordrecht und seine Nachbarn
5.4 Schlussfolgerungen

TEIL II: DER INSTITUTIONELLE RAHMEN: REGELN UND PRAXIS

6. Wiegen und Messen
6.1 Einführung
6.2 Kontrolle über Gewichte und Maße
6.3 Standards und Standardisierung
6.4 Durchsetzung
6.5 Schlussfolgerungen

7. Vertragsdurchsetzung
7.1 Einführung
7.2 Händlergilden
7.3 Vom göttlichen Gericht zum Schepenkenning
7.4 Bürgschaften
7.5 Öffentliche Registrierung von Schulden
7.6 Schlussfolgerungen

TEIL III: MARKTLEISTUNG: QUANTITATIVE PRÜFUNGEN

8. Marktintegration
8.1 Einleitung
8.2 Die Auswirkungen institutioneller und nichtinstitutioneller Faktoren
8.3 Methoden und Daten
8.4 Preisvolatilität
8.5 Preisintegration
8.6 Schlussfolgerungen

9. Marktorientierung
9.1 Einführung
9.2 Holland
9.3 Flandern
9.4 England
9.5 Schlussfolgerungen

10. Schlussfolgerungen
10.1 Endogene Faktoren
10.2 Exogene Faktoren
10.3 Rohstoffmärkte und Faktormärkte


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