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Versuchung und Erlösung: Ein klösterliches Leben in Stein

Versuchung und Erlösung: Ein klösterliches Leben in Stein

Versuchung und Erlösung: Ein klösterliches Leben in Stein

Loos-Noji, Pamela

Gleichermaßen nach Gottes Bild: Frauen im Mittelalter, Herausgegeben von Julia Bolton Holloway, Joan Bechtold und Constance S. Wright (Peter Lang, 1990)

Abstrakt

Die Literatur über das Klosterleben von Benedikt bis Bernhard enthält Hinweise auf die Angst und den Hass der Mönche vor Frauen. Hildebert of Tours (1057-1133) stellt Frauen an die erste Stelle, wenn er die drei Hauptgefahren für einen Mönch bemerkt: „Für heilige Männer sind Frauen, Geiz und Ehrgeiz schädlich.“ Und doch ist das geschriebene Wort nicht die einzige Quelle, die wir können Tippen Sie auf, um zu versuchen, mittelalterliche Klosteransichten von Frauen zu verstehen. In der Tat könnte es an sich irreführend sein. Darstellungen des Klosterlebens finden sich in der romanischen Skulptur Frankreichs wie in den Skulpturen des Lebens des Heiligen Benedikt und der Einsiedlerheiligen in Vézelay. Die vielen dort gefundenen Frauenbilder, zum Beispiel die wiederholten Bilder von Eva und Luxurien, lassen auf eine besondere Faszination eines Publikums aus dem 12. Jahrhundert mit Frauen schließen.

Die ungewöhnliche Darstellung einer Szene aus dem Leben der Heiligen Eugenia in einer Hauptstadt von Vézelay bietet eine Verbindung dieser beiden Interessen: Die zentrale Figur der Heiligen legt sofort ihre Brüste frei und trägt eine Tonsur und Gewohnheit (Abbildung 1). Sie ist paradoxerweise sowohl Frau als auch Mönch. Eine Untersuchung der zeitgenössischen klösterlichen Belange, wie sie in Texten zum Ausdruck kommt, bietet ein interessantes Forum für eine Diskussion der Bedeutung der Hauptstadt und schlägt gleichzeitig die Richtung für eine Interpretation vor, die sich mit dem klösterlichen Leben und der Einstellung gegenüber Frauen befasst. Ich hoffe jedoch zu zeigen, dass die Hauptstadt Eugenia ihrem klösterlichen Publikum visuell eine komplexe Reihe von Ideen vermittelt hat, die im geschriebenen Wort keinen vollständigen oder expliziten Ausdruck fanden. Auf einer Ebene verwendete die Hauptstadt Eugenia das Bild einer Frau, um eine Frau in einem positiven Licht darzustellen, was die Klosterliteratur selbst offenbar nicht angesprochen hat.


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