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Übernatürliche Entführungen in der japanischen Folklore

Übernatürliche Entführungen in der japanischen Folklore

Übernatürliche Entführungen in der japanischen Folklore

Von Carmen Blacker

Asiatische FolklorestudienVol. 26: 2 (1967)

Einleitung: Der Glaube, dass Kinder in einem unbewachten Moment von einem subtilen und bösartigen Feind mit übernatürlicher Beschreibung entführt werden könnten, ist auf der ganzen Welt weit verbreitet. In Westeuropa wurde Feen und Korrekturen weithin die Fähigkeit zugeschrieben, Babys zu entführen, und an ihrer Stelle blieb ein schrecklicher Wechsel mit großem Appetit und unförmigem Kopf zurück. In Japan blieb in vielen Distrikten bis in die Neuzeit ein ähnlicher Glaube an übernatürliche Entführungen bestehen. Es wurde angenommen, dass ein Junge oder ein junger Mann, der unerklärlicherweise aus seinem Haus verschwunden war, nicht verloren, sondern gestohlen wurde, um Opfer von zu werden Kamigakushi oder Entführung durch einen Gott. Wenn sich jede vernünftige Suche nach ihm als erfolglos erwies, wurde der Schluss gezogen, dass ein Gott oder ein Kobold ihn in sein eigenes Reich verschleppt hatte. In solchen Notfällen hielt es das ganze Dorf für eine Pflicht, bei Sonnenuntergang mit Laternen herauszukommen und in Prozessionen zu marschieren, laut gegen Glocken und Drunis zu schlagen und zu rufen: "Bring ihn zurück, bring ihn zurück!"


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