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Karolingische Gebäude in Aachen: Datierung und Bedeutung

Karolingische Gebäude in Aachen: Datierung und Bedeutung

Karolingische Gebäude in Aachen: Datierung und Bedeutung

Von Warren Sanderson

Avista Forum JournalVol.12: 2 (2001)

Einleitung: Während des gesamten 20. Jahrhunderts ist eine gründliche kritische Analyse der grundlegenden karolingischen Gebäude in Aachen, die eine Vielzahl relevanter Gesichtspunkte berücksichtigen würde, eine sirenenartige Herausforderung für Architekturhistoriker und Archäologen der Anfänge des mittelalterlichen Europas geblieben. Mit dem Fluss der Beobachtungen, die aus den Restaurierungen und Ausgrabungen der königlichen Palastkapelle Karls des Großen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert stammten. Bei so vielen literarischen Erwähnungen und späteren bildlichen Beschreibungen dieses Gebäudes in zeitgenössischen und späteren Texten und bei so vielen möglichen architektonischen Inspirationen oder späteren Reflexionen, die berücksichtigt werden müssen, gibt es für dieses einzelne Gebäude eine virtuelle Flut von Informationen, mit denen man sich befassen kann Arbeit. In dem folgenden Aufsatz werde ich einige Aspekte der Ursprünge und Bedeutungen der königlichen Schlosskirche in Aachen und auch des königlichen Audienzsaals erörtern. Obwohl sich diese Gebäude stark voneinander unterscheiden, ergänzen sich ihre Geschichten gegenseitig.

Wenn wir uns vom 21. Jahrhundert der karolingischen Perspektive auf Aachen zuwenden, verliert das Schloss den Charakter einer merkwürdig isolierten Gruppierung einiger weniger monumentaler Gebäude und nimmt seinen Platz als einer der großen Gebäudekomplexe des frühen Mittelalters ein. Von den vierzehn Palastgruppen, die Karl der Große (768 / 771-814) gesponsert hatte, war Aachens für seine Zeitgenossen von überragender Bedeutung, so Einhards Vita Karoli Magni aus den 820er Jahren und Notker Balbulus 'Gesta Karoli aus den 880er Jahren. Von den drei Favoriten des fränkischen Königs, Aachen, Ingelheim und Nijmegen, sagt Einhard (ca. 770-840), dass nicht Aachen, sondern Ingelheim an erster Stelle stand. Ingelheim und in jüngerer Zeit Paderborn wurden systematisch ausgegraben. Karolingische architektonische Überreste wurden auch in Frankfurt am Main in Herstal ausgegraben, das heute ein Vorort von Libge ist. in Regensburg und in Worrns. Wir wissen wenig mit Sicherheit über die karolingischen Komplexe in Samousy und Thionville. Und die Gebäude Karls des Großen in Compibgne, Quierzy und Attigny sind für uns heute eher literarische Rätsel aus viel späteren Quellen als architektonische Erkenntnisse.


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