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Klostermedizin: Ein einzigartiger Dualismus zwischen Naturwissenschaft und spiritueller Heilung

Klostermedizin: Ein einzigartiger Dualismus zwischen Naturwissenschaft und spiritueller Heilung

Klostermedizin: Ein einzigartiger Dualismus zwischen Naturwissenschaft und spiritueller Heilung

Silverman, Benjamin C.

Hopkins Undergraduate Research Journal, Nr. 1 (2002)

Abstrakt

Im frühen Mittelalter leitete die übermäßige Verbreitung von Krankheiten die Ausübung und Entwicklung der medizinischen Versorgung. Aufgrund der schlechten Lebensbedingungen und der technischen Unzulänglichkeiten der mittelalterlichen Medizin war Krankheit in Europa eine ständige Bedrohung und kontrollierte häufig das tägliche Leben der Menschen. Als Reaktion auf Krankheiten im Allgemeinen und auf groß angelegte Epidemien gefürchteter Krankheiten wie Pest, Lepra und Influenza im Besonderen begannen Einzelpersonen und Gesellschaften, nach neuen, wirksameren Mitteln der medizinischen Praxis zu suchen. In diesem Zusammenhang entwickelte sich die Medizin zu einem großen und wichtigen Beruf und umfasste eine Vielzahl von Berufs- und Volkspraktiken, die von natürlicher, physischer Medizin über Religionsmedizin bis hin zu magischer Medizin und Kräuterkunde reichten.

Eine der wichtigsten medizinischen Entwicklungen dieser Zeit war die Einführung mittelalterlicher Klosterkrankenhäuser, die im frühen Mittelalter als Quelle der medizinischen Versorgung entstanden. Die klösterliche Gesundheitsversorgung war das Ergebnis der Arbeit gut ausgebildeter Mönche, die Zugang zu historischen Dokumenten mit medizinischen Informationen hatten und die Berufung hatten, Gott zu dienen, indem sie Menschen halfen. Zwischen 500 und 1050 dienten Klosterkrankenhäuser als Zentren der Gastfreundschaft in der mittelalterlichen Gesellschaft und boten Mönchen, Pilgern, Armen und sogar Adligen Behandlungen an. Obwohl sich die Mönche als Erstversorger häufig auf natürliche, körperlich fundierte medizinische Praktiken konzentrierten, einschließlich angesehener Techniken wie allgemeiner Sauberkeit bei der Versorgung von Kranken, Blutvergießen und Kräuterkunde, scheinen ihre körperlichen Behandlungen gemischt gewesen zu sein und nicht wesentlicher Wert. Wie aus der Gestaltung des Klosters und den historischen Kirchenbüchern hervorgeht, war ein einzigartiges Merkmal des klösterlichen medizinischen Systems die Verwendung dieser körperlichen Behandlungen als Manifestation oder Erweiterung der spirituellen oder religiösen und nicht der auf natürlichem Wissen basierenden Medizin.


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