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Gastfreundschaftsmuster: Aspekte der Institutionalisierung im 15. und 16. Jahrhundert Nürnberger Gesundheitsversorgung

Gastfreundschaftsmuster: Aspekte der Institutionalisierung im 15. und 16. Jahrhundert Nürnberger Gesundheitsversorgung

Gastfreundschaftsmuster: Aspekte der Institutionalisierung im 15. und 16. Jahrhundert Nürnberger Gesundheitsversorgung

Von Fritz Dross

Hygiea Internationalis, Vol.9: 1 (2010)

Einleitung: Ab dem späten 14. und Mitte des 15. Jahrhunderts hat sich die Gesundheitsversorgung in den deutschen Reichsstädten weitreichend verändert. In Bezug auf den organisatorischen Rahmen der Hilfe wurden sie analysiert und als Prozesse der Institutionalisierung, Krankenhauseinweisung, Spezialisierung und Kommunalisierung beschrieben. In Bezug auf das von den Stadträten und Krankenhausverwaltungen initiierte Heilungspersonal, das für die Anwendung von Hilfsprogrammen im Gesundheitswesen zuständig ist, wurde diese Entwicklung als Professionalisierung bezeichnet. Insgesamt könnten diese Transformationen als vormodernes Stadium der „Medicalisierung“ angesehen werden. Aber natürlich riskiert man Anachronismus, wenn man diesen Begriff auf frühere Entwicklungen anwendet.

Dieses Papier konzentriert sich auf das institutionelle Wohlergehen von Krankenhäusern und soll einen kurzen Überblick über die Entwicklungen in der süddeutschen Reichsstadt Nürnberg geben. Die Informationen zu jeder einzelnen Institution sind relativ schlecht und stammen größtenteils aus der historischen Literatur. Das Hauptziel dieses Papiers ist es daher nicht, unser Wissen über bestimmte Nürnberger Hilfseinrichtungen zu erweitern, sondern unser Verständnis für deren Zusammenspiel zu vertiefen.


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