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Gastfreundschaft und Status: Sozialer Verkehr in mittelhochdeutscher Arthurianischer Romanze und höfischer Erzählung

Gastfreundschaft und Status: Sozialer Verkehr in mittelhochdeutscher Arthurianischer Romanze und höfischer Erzählung

Gastfreundschaft und Status: Sozialer Verkehr in mittelhochdeutscher Arthurianischer Romanze und höfischer Erzählung

Christoph, Siegfried

Arthuriana 20,3 (2010)

Abstrakt

Innerhalb der mittelalterlichen deutschen Arthurianischen Romantik und höfischen Erzählung pflegen führende Adlige aktiv die Gastfreundschaft und schützen eifersüchtig ihre Rolle innerhalb dieser grundlegenden sozialen Institution. In diesen Texten konzentrieren sich die Vorstellungen von Gastfreundschaft auf Macht- und Statusvorstellungen, und Gastfreundschaft wird zu einem wichtigen Ausdruck der impliziten Regeln für den sozialen Diskurs.

In Konrad von Stoffelns Arthurianischer Roman Gauriel von Muntabel aus dem späten 13. Jahrhundert, in dem König Arthur das Hochzeitsfest des gleichnamigen Helden und seiner Geliebten der Königin der Feen veranstaltet, werden wir informiert. in welher zer / zesamene kâmen disiu her / beidenthalben ân allen haz ’[. wie diese beiden Gerichte sich trafen, ohne Kosten und mit gegenseitigem Wohlfühlen (ll. 5601–03)]. 1 Der Text fährt jedoch fort, dass „nu wolde autsch diu Künigîn / dâmit ir selber koste sîn“ [the (Feen-) Königin wollte ihre eigenen Vorräte mitbringen (ll. 5605–06)]. Der Autor fügt dann hinzu: "daz was dem künige ungemach" [was dem König nicht ganz gefiel (l. 5607)]. Warum hat Konrad das Bedürfnis, auf die Bestürzung des Königs hinzuweisen? Und was könnte Arthurs Ärger erklären?


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