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"Obwohl er keine Rasse hat": Allegorie, Altruismus und das Problem der Armut in Langlands England


"Obwohl er keine Rasse hat": Allegorie, Altruismus und das Problem der Armut in Langlands England

Von Ben Utter

Vortrag auf der Vagantes: Medieval Graduate Student Conference an der University of Pittsburgh (2011)

Das Papier stellt fest, dass im 14. Jahrhundert in England die Armut weit verbreitet war, verursacht durch Pest, Hunger und Kriegsführung, was zu einer Zunahme der Zahl der Armen und Bettler führte, die auf den Straßen mittelalterlicher Städte zu sehen waren. In dieser Zeit nahm auch die Praxis der Bettlerfeste und des rituellen Fußwaschens zu. Die Bettlerfeste fanden an christlichen Festtagen statt und hatten wohlhabende Personen (einschließlich Bürgermeister oder Adliger), die zwölf arme Menschen zu einem üppigen Festmahl beherbergten. Das Fußwaschritual, bekannt als Pedilavium, fand am Gründonnerstag (kurz vor Ostern) statt und beinhaltete die wohlhabende Person, die mehreren armen Personen die Füße wusch.

Utter merkt an, dass es im 14. Jahrhundert offenbar einige Debatten und unterschiedliche Ansichten darüber gegeben hat, wie diese Bettlerfeste veranstaltet werden sollten, insbesondere welche Art von armen Menschen eingeladen werden sollte. Er führt weiter die symbolische und allegorische Bedeutung dieser Rituale aus. Für die wohlhabenden Gastgeber wären diese Ereignisse ein Akt der Frömmigkeit und ein Akt der Buße für die größere Gruppe der Bedürftigen. Die christliche Bildsprache zeigt sich deutlich in der Tatsache, dass zwölf arme Menschen zu diesen Festen eingeladen wurden - ebenso viele Apostel, die mit Jesus Christus am Abendmahl teilnahmen.

Utter untersucht auch, wie der englische Schriftsteller William Langland diese Praktiken in seiner Arbeit betrachtete Piers Pflüger. Obwohl Langland das Thema Bettlerfeste nicht direkt anspricht, beschäftigen sich seine allegorischen Figuren mit den Themen Armut und Nächstenliebe.


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