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"Auf der Suche nach der verlorenen Zeit: Aldhelm und die Ruine",


"Auf der Suche nach der verlorenen Zeit: Aldhelm und die Ruine"

Abram, Christopher (Robinson College, Cambridge)

Quaestio: Ausgewählte Proceedings des Cambridge Colloquium in Anglo-Saxon, Norse und Celtic, Vol. 1 (2000)

Abstrakt

Die Ruine - die fast traditionell als Ruine selbst bezeichnet wird, da ein schwerer Feuerschaden große Teile des Textes im Exeter-Buch ausgelöscht hat - ist eine Meditation über das angelsächsischste Anliegen: die Vergänglichkeit weltlicher Herrlichkeit. Es handelt sich um eine erweiterte Beschreibung einer städtischen Szene, die zwischen dem physischen Verfall, mit dem der Dichter in der Gegenwart konfrontiert ist, und einer Vorstellung, inspiriert von dieser Vision, wie die Stadt in der Vergangenheit gewesen sein muss, wechselt. Es ist ein Gedicht der Kontraste: zwischen damals und heute, zwischen einer lebendigen Stadt und einer zerstörten Hülle, zwischen der Stadt als Ansammlung von Gebäuden und der Stadt als Körper von Menschen mit einem korporativen Leben. Diese Kontraste dienen dazu, ein einzigartiges Gefühl für verlorene Zeit aufzubauen, denn der Autor von The Ruin konstruiert nicht nur seine eigene Vorstellung von der Vergangenheit, sondern untersucht auch die vergangenen Konstruktionen anderer Menschen.


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