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Auf den Spuren der Wikinger mit polarisiertem Oberlicht: experimentelle Untersuchung der atmosphärischen optischen Voraussetzungen für die polarimetrische Navigation von Wikinger-Seeleuten

Auf den Spuren der Wikinger mit polarisiertem Oberlicht: experimentelle Untersuchung der atmosphärischen optischen Voraussetzungen für die polarimetrische Navigation von Wikinger-Seeleuten

Auf den Spuren der Wikinger mit polarisiertem Oberlicht: experimentelle Untersuchung der atmosphärischen optischen Voraussetzungen für die polarimetrische Navigation von Wikinger-Seeleuten

Von Gábor Horváth et al.

Philosophische Transaktionen der Royal Society, B.Vol. 366 nr. 1565 (2011)

Zusammenfassung: Zwischen 900 und 1200 n. Chr. Waren Wikinger die dominierenden Seefahrer des Nordatlantiks, die geschickt über das offene Meer navigieren konnten. Wenn die Sonne schien, konnte der geografische Norden mit einer speziellen Sonnenuhr bestimmt werden. Wie die Wikinger in bewölkten oder nebligen Situationen hätten navigieren können, als die Sonnenscheibe unbrauchbar war, ist jedoch noch nicht vollständig bekannt. 1967 wurde eine Hypothese formuliert, die darauf hinwies, dass Wikinger unter nebligen oder wolkigen Bedingungen die Azimutrichtung der Sonne wie bei einigen Insekten mithilfe der Oberlichtpolarisation bestimmen konnten. Diese Hypothese wurde weithin akzeptiert und wird von Forschern regelmäßig zitiert, obwohl bisher keine experimentelle Grundlage vorliegt. Nach dieser Theorie hätten die Wikinger die Richtung der Oberlichtpolarisation mit Hilfe eines rätselhaften doppelbrechenden Kristalls bestimmen können, der als linear polarisierender Filter fungiert. Ein solcher Kristall wird in einer der Wikinger-Sagen als "Sonnenstein" bezeichnet, aber seine genaue Natur ist unbekannt. Obwohl von vielen akzeptiert, hat die Hypothese der polarimetrischen Navigation durch Wikinger auch zahlreiche Skeptiker. In diesem Artikel fassen wir die Ergebnisse unserer eigenen himmlischen Polarisationsmessungen und psychophysischen Laborexperimente zusammen, in denen wir die atmosphärischen optischen Voraussetzungen einer möglichen himmelpolarimetrischen Navigation in Tunesien, Finnland, Ungarn und der Hocharktis untersucht haben.


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