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Die N-Town-Prozesse und das Image der Gemeinschaft

Die N-Town-Prozesse und das Image der Gemeinschaft

Die N-Town-Prozesse und das Image der Gemeinschaft

Flut, Victoria

Marginalis, Vol. 8, Cambridge Yearbook (2007-2008)

Abstrakt

In seiner Spieltheorie V.A. Kolve argumentiert, dass innerhalb der Fronleichnam-Zyklen „die Dauer des Stücks ein kurzes Intervall in den wirklichen Sorgen des Lebens ist und dass auf sie verzichtet wird“. Die Trennung zwischen der Spielwelt und der Welt des mittelalterlichen Publikums ist jedoch nicht unbedingt so ausgeprägt. Das Publikum lebt in einer kulturellen Matrix, von der die Stücke selbst nur einen Teil der kirchlichen Ikonographie, Predigten und natürlich der Eucharistie bilden. Die Bühne ist kein Fenster in eine ferne Zeit oder einen fernen Ort, die darauf abgebildeten Figuren sind erkennbare Präsenzen im Leben der Gemeinde, und darüber hinaus beziehen sich die behandelten Themen auf die immer relevanten Fragen der Erlösung und Verdammnis. Daher sind in einigen Fällen unweigerlich Reflexionen zeitgenössischer Praktiken und Anliegen erkennbar.


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