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Spätmittelalterliche Kirchenbücher und Gemeindeverwaltung: Blick über London und Bristol hinaus

Spätmittelalterliche Kirchenbücher und Gemeindeverwaltung: Blick über London und Bristol hinaus

Spätmittelalterliche Kirchenbücher und Gemeindeverwaltung: Blick über London und Bristol hinaus

Von Beat Kumin

Englischer historischer RückblickVol. 119 Nr. 480 (2004)

Abstract: Dieser Beitrag befasst sich mit einer Reihe von umstrittenen Themen in der Geschichtsschreibung der spätmittelalterlichen englischen Gemeinde. Im Gegensatz zu den Ansichten, die Clive Burgess kürzlich in einem Artikel in dieser Zeitschrift geäußert hat, wird argumentiert, dass die Zuverlässigkeit der Berichte von Gemeindewächtern nicht allgemein beurteilt werden kann, sondern von den spezifischen Fragen abhängt, die Historiker beantworten möchten. Sie bieten zwar verlässliche Einblicke in gewöhnliche Finanztransaktionen, die von Gemeindewächtern im Auftrag ihrer Pfarreien getätigt werden, sind jedoch für eine historische Gesamtheit des lokalen Ordenslebens völlig ungeeignet. Eine genauere Untersuchung der Funktion, des Kontexts und der Zusammenstellung der Aufzeichnungen legt nahe, dass eine quantitative Analyse nicht nur möglich ist, sondern eine wesentliche Voraussetzung für eine fundierte Diskussion der Pfarrregime darstellt. Die Komplexität lokaler Gemeinschaften und die Wünschbarkeit vergleichender Perspektiven erfordern eine Vielzahl von Ansätzen. Schließlich wird die zentrale Rolle der Gemeindewächter innerhalb der unterschiedlichen (religiösen, politischen und administrativen) Konfigurationen des „gesamten Gemeindekörpers“ bekräftigt.


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