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Diagnose erfinden: Theophilus 'De urinis im Klassenzimmer

Diagnose erfinden: Theophilus 'De urinis im Klassenzimmer

Diagnose erfinden: Theophilus De urinis im Klassenzimmer

Von Faith Wallis

Dynamis: Acta Hispanica und Medicinae Scientiarumque. Historiam Illustrandam. 20 (2000)

Abstract: Dieses Papier zeigt, wie die beiden frühesten lateinischen Darstellungen von Theophilus De urinis Diagnose auf unterschiedliche Weise verstanden. Der Kommentator «Chartres» sieht Urin als Zeichen eines physiologischen Prozesses und als etwas, das aus einem Krankheitszustand stammt. Im Gegensatz dazu befasst sich der Digby-Kommentator mehr mit der Funktionsweise der Uroskopie am Krankenbett als Instrument, mit dem wir Krankheitszustände aus dem Urin ableiten können. Obwohl sie die Rolle der Diagnose unterschiedlich verstehen, spiegeln beide Kommentare den neuen intellektuellen Kontext der Medizin des 12. Jahrhunderts wider, in dem körperliche Zeichen keine bloßen prognostischen Vorzeichen mehr sind und zu Werkzeugen werden, um Kenntnisse über Prozesse zu erlangen, die sonst für die Sinne unzugänglich sind.


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