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Frühmittelalterliche Hagiographie als Quelle für die Ideengeschichte: Einstellungen zu Träumen als Beispiel

Frühmittelalterliche Hagiographie als Quelle für die Ideengeschichte: Einstellungen zu Träumen als Beispiel

Frühmittelalterliche Hagiographie als Quelle für die Ideengeschichte: Einstellungen zu Träumen als Beispiel

Keskiaho, Jesse (Universität von Helsinki)

MIRATOR 1 (2007)

Abstrakt

Dieser Artikel untersucht frühmittelalterliche hagiografische Texte und diskutiert deren Verwendung als Ausgangsmaterial für Ansätze, die auf der Methodik der Ideengeschichte beruhen. Es wird vorgeschlagen, hagiografische Texte als Argumente in verlorenen Diskussionen zu lesen, die durch ihre individuellen sozialen und intertextuellen Kontexte begrenzt sind. Zunächst wird kurz auf die Natur frühmittelalterlicher Hagiographien eingegangen. Als Fallstudie zur Veranschaulichung dieser methodischen Punkte werden zwei Wundergeschichten (aus Gregory of Tours und The Whitby Life of St. Gregory the Great) auf ihre Einstellung zu Träumen untersucht. Anhand dieser Beispiele wird die Beziehung zwischen dem Inhalt und der Zielgruppe dieser Texte veranschaulicht. Der Artikel argumentiert, dass solche Geschichten und die Einstellungen, die sie aufweisen, in erster Linie eng an ihren Verwendungszweck und Kontext gebunden gelesen werden sollten, erörtert aber auch, was Zeitgenossen neben ihrer wahrscheinlichen absichtlichen Bedeutung von ihnen hätten lesen können. Diese Beobachtungen hagiographischer Geschichten als Argumente sowie die mögliche Bandbreite ihrer Bedeutung werden schließlich anhand eines nicht hagiographischen Textes, des Opus Caroli regis contra synodum, untersucht und untersucht, wie er solche Geschichten dekonstruiert.


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