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Wie Otto von Bismarck Deutschland vereinte

Wie Otto von Bismarck Deutschland vereinte

Der preußische König Wilhelm I., Bismarck und General Moltke beobachten die größte Schlacht der Kriegsgeschichte: Am 3. Juli 1866 standen sich etwa 180.000 Österreicher und 200.000 Preußen gegenüber. 1.500 Geschütze wurden verwendet.

Am 18. Januar 1871 wurde Deutschland nach einem nationalistischen Krieg gegen Frankreich, der vom „Eisernen Kanzler“ Otto von Bismarck geleitet wurde, zum ersten Mal in der Geschichte zur Nation.

Die Zeremonie fand im Schloss von Versailles bei Paris statt in Berlin statt – und dieses offene Symbol für Militarismus und Eroberung sollte die erste Hälfte des nächsten Jahrhunderts vorwegnehmen, als die neue Nation eine Großmacht in Europa wurde.

Ein Foto von Otto von Bismarck später in seinem Leben.

Eine bunte Ansammlung von Staaten

Vor 1871 war Deutschland immer eine bunte Ansammlung von Staaten gewesen – die kaum mehr als eine gemeinsame Sprache teilten.

Gewohnheiten, Herrschaftssysteme und sogar Religion unterschieden sich in diesen Staaten stark – von denen es am Vorabend der Französischen Revolution mehr als 300 gab, und die Idee, sie zu vereinen, war so weit entfernt und herabgesetzt wie die Vereinigten Staaten von Europa heute. Bis Bismarck.

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Im Laufe des 19. Jahrhunderts und insbesondere nachdem mehrere deutsche Staaten eine Rolle bei der Niederlage Napoleons gespielt hatten, wurde der Nationalismus zu einer echten Volksbewegung.

Es wurde jedoch hauptsächlich von Studenten und liberalen Intellektuellen der Mittelschicht gehalten, die die Deutschen aufforderten, sich auf der Grundlage einer gemeinsamen Sprache und einer schwachen gemeinsamen Geschichte zu vereinen.

Die deutschen Staaten im Jahr 1789. Sie waren damals – zumindest dem Namen nach – Teil des antiken Heiligen Römischen Reiches Karls des Großen. Ein anderer Kaiser – Napoleon – würde diese alte Staatengruppe 1806 endgültig auflösen.

Abgesehen von ein paar leicht nationalistischen Festen nahmen nur wenige Leute viel Notiz davon, und die Tatsache, dass die Bewegung auf Intellektuelle beschränkt war, wurde in den europäischen Revolutionen von 1848 eindringlich veranschaulicht, als ein kurzer Angriff auf ein nationales deutsches Parlament schnell verpuffte und dies versuchte Reichstag hatte nie viel politische Macht.

Danach schien die deutsche Vereinigung nicht näher denn je zu sein, und die Könige, Fürsten und Herzöge der deutschen Staaten, die aus offensichtlichen Gründen gegen die Vereinigung waren, behielten im Allgemeinen ihre Macht.

Die Macht Preußens

Die Machtbalance der deutschen Staaten war wichtig, denn wenn einer jemals mächtiger war als die anderen zusammen, dann könnte er versuchen, die Einschüchterung zu erobern. 1848 war Preußen – ein konservatives und militaristisches Königreich im Osten Deutschlands – ein Jahrhundert lang der stärkste Staat.

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Es wurde jedoch durch die vereinte Stärke der anderen Staaten und vor allem durch den Einfluss des benachbarten österreichischen Kaiserreichs eingeschränkt, das keinem deutschen Staat zu viel Macht und möglichen Rivalen erlauben würde.

Nach dem kurzen Flirt mit der Revolution im Jahr 1848 hatten die Österreicher die Ordnung und den Status quo wiederhergestellt und dabei Preußen gedemütigt. Als der beeindruckende Staatsmann von Bismarck 1862 zum Ministerpräsidenten dieses Landes ernannt wurde, waren seine Ziele die Rache und die Wiederherstellung Preußens als europäische Großmacht.

Der erste würde schnell kommen.

Eines der berühmtesten Zitate des Staatsmannes Otto von Bismarck – und er hat es sicherlich umgesetzt.

Nachdem er das Land verfassungswidrig übernommen hatte, verbesserte er das Militär, für das Preußen berühmt wurde, erheblich und schaffte es, das neu gegründete Italien zu gewinnen, um für ihn gegen den historischen Unterdrücker Österreich zu kämpfen.

Die Niederlage Österreichs im Siebenwöchigen Krieg

Der Krieg, der 1866 folgte, war ein überwältigender preußischer Sieg, der eine europäische politische Landschaft radikal veränderte, die seit der Niederlage Napoleons praktisch unverändert geblieben war.

Viele der rivalisierenden Staaten Preußens hatten sich Österreich angeschlossen und waren eingeschüchtert und besiegt worden, und das Reich wandte sich dann von Deutschland ab, um etwas von seinem stark angeschlagenen Prestige wiederherzustellen. Die ethnischen Spannungen, die dieser Schritt erzeugte, sollten später den Ersten Weltkrieg auslösen.

Die Schlacht bei Königgrätz von Georg Bleibtreu (1866). Der preußische König Wilhelm I., Bismarck und General Moltke beobachten eine der bis dahin größten Schlachten der Geschichte. Am 3. Juli 1866 standen sich etwa 180.000 Österreicher und 200.000 Preußen gegenüber. 1.500 Geschütze wurden verwendet.

Preußen konnte unterdessen die anderen geschlagenen Staaten in Norddeutschland zu einer Koalition formen, die praktisch der Beginn eines preußischen Reiches war. Bismarck hatte die ganze Angelegenheit federführend in die Hand genommen und regierte nun die Oberhand – und obwohl er kein natürlicher Nationalist war, sah er jetzt das Potenzial eines vollständig vereinten Deutschlands unter der Herrschaft Preußens.

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Dies war weit entfernt von den berauschenden Träumen der früheren Intellektuellen, aber wie Bismarck berühmt sagte, musste die Vereinigung, wenn sie erreicht werden sollte, mit „Blut und Eisen“ erreicht werden.

Er wusste jedoch, dass er ein vereintes Land nicht regieren konnte, das von internen Kämpfen verfolgt wurde. Der Süden blieb unbesiegt und der Norden war nur noch schwach unter seiner Kontrolle. Es würde einen Krieg gegen einen fremden und historischen Feind erfordern, um Deutschland zu vereinen, und der, den er im Sinn hatte, wurde nach Napoleons Kriegen in ganz Deutschland besonders gehasst.

Der Deutsch-Französische Krieg von 1870-71

Frankreich wurde zu diesem Zeitpunkt vom Neffen des großen Mannes, Napoleon III., regiert, der weder die Brillanz noch die militärischen Fähigkeiten seines Onkels besaß.

Durch eine Reihe geschickter diplomatischer Taktiken konnte Bismarck Napoleon dazu bringen, Preußen den Krieg zu erklären, und dieser scheinbar aggressive Schritt Frankreichs hielt die anderen europäischen Mächte wie Großbritannien davon ab, sich seiner Seite anzuschließen.

Eine Montage von Szenen aus dem Deutsch-Französischen Krieg, der mit einer Niederlage Frankreichs und der Annexion der Region Elsass-Lothringen durch das neu gegründete Deutschland endete.

Es löste auch ein wütendes antifranzösisches Gefühl in ganz Deutschland aus, und als Bismarck Preußens Armeen in Stellung brachte, schlossen sich ihnen – zum ersten Mal in der Geschichte – Männer aus allen anderen deutschen Staaten an. Der folgende Krieg war für die Franzosen verheerend.

Die großen und gut ausgebildeten deutschen Armeen errangen viele Siege – vor allem bei Sedan im September 1870, eine Niederlage, die Napoleon dazu bewog, zurückzutreten und das letzte elende Jahr seines Lebens im englischen Exil zu verbringen. Der Krieg war jedoch nicht zu Ende, und die Franzosen kämpften ohne ihren Kaiser weiter.

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Wenige Wochen nach Sedan wurde Paris belagert, und der Krieg endete erst, als er Ende Januar 1871 fiel. In der Zwischenzeit hatte Bismarck die deutschen Generäle Fürsten und Könige in Versailles versammelt und das neue und unheilvoll mächtige Deutschland ausgerufen. die politische Landschaft Europas verändern.


Otto von Bismarck (1815-1898)

Otto von Bismarck in Uniform © Bismarck war verantwortlich für die Umwandlung einer Ansammlung deutscher Kleinstaaten in das Deutsche Reich und war dessen erster Kanzler.

Otto Eduard Leopold von Bismarck wurde am 1. April 1815 in Schönhausen nordwestlich von Berlin in eine Adelsfamilie hineingeboren. Er besuchte eine angesehene Schule in Berlin, gefolgt von der Universität Göttingen. Danach trat er in den preußischen Staatsdienst ein, war aber von seinem Job gelangweilt und trat 1838 zurück. Fast ein Jahrzehnt lang half er seinem Vater bei der Verwaltung der Familiengüter.

1847 heiratete Bismarck Johanna von Puttkamer, die ihm Halt gab. Es war ein Jahr bedeutender Veränderungen in seinem Leben, als er auch die christliche Tradition des Luthertums aufnahm und seine politische Karriere im preußischen Parlament begann, wo er sich einen Ruf als ultrakonservativer Royalist machte. 1851 ernannte König Friedrich Wilhelm IV. Bismarck zum preußischen Vertreter im Deutschen Bund. Anschließend war er Botschafter in Russland und Frankreich. 1862 kehrte er nach Preußen zurück und wurde vom neuen König Wilhelm I.

Bismarck war nun entschlossen, die deutschen Staaten zu einem einzigen Reich zu vereinen, dessen Kern Preußen war. Mit österreichischer Unterstützung nutzte er das erweiterte preußische Heer, um die Provinzen Schleswig und Holstein von Dänemark zu erobern. Dann eskalierte er einen Streit mit Österreich und seinen deutschen Verbündeten um die Verwaltung dieser Provinzen zu einem Krieg, in dem Preußen als Sieger hervorging. Preußen annektierte dann weitere Gebiete in Deutschland.

Da er die süddeutschen Staaten nicht zum Beitritt zu seinem Norddeutschen Bund bewegen konnte, provozierte er Feindseligkeiten mit Frankreich, um die deutschen Staaten zu vereinen. Der deutsche Sieg im Deutsch-Französischen Krieg gewann die süddeutschen Staaten und 1871 einigten sie sich auf den Beitritt zum Deutschen Reich. Wilhelm I. von Preußen wurde Kaiser.

Als „Kanzler“ des neuen Deutschlands konzentrierte sich Bismarck auf den Aufbau eines mächtigen Staates mit einer einheitlichen nationalen Identität. Eines seiner Ziele war die katholische Kirche, die seiner Meinung nach vor allem in Süddeutschland zu viel Einfluss hatte. Er setzte sich auch dafür ein, die Ausbreitung des Sozialismus zu verhindern, unter anderem durch die Einführung von Krankenversicherung und Renten.

Im Ausland wollte Bismarck das Deutsche Reich zum mächtigsten in Europa machen. 1879 handelte er ein Bündnis mit Österreich-Ungarn aus, um Frankreich und Russland entgegenzuwirken. Italien trat später dem Bündnis bei. Um eine Entfremdung Großbritanniens zu vermeiden, arrangierte Bismarck die beiden Mittelmeerabkommen von 1887, die den Status quo gegen eine russische Bedrohung bewahren sollten.

Im Jahr 1890 trat Bismarck zurück, nachdem er mit dem neuen Kaiser Wilhelm II. nicht einverstanden war. Er zog sich auf sein Gut bei Hamburg zurück und starb dort am 30. Juli 1898.


Otto von Bismarck &Die Kriege der deutschen Einheit

Während des Sommers 1849 und bis zum Sommer 1850 lud die preußische Regierung andere norddeutsche Staaten ein, auf der Grundlage einer neuen Verfassung eine neue "Erfurter" Union einzugehen - die vom Frankfurter Parlament von 1848 angenommen wurde, aber soweit erforderlich geändert werden. Die Gewerkschaft sollte freiwillig sein.

Hätte diese Politik Erfolg gehabt, wäre das Preußen, das Bismarck am meisten am Herzen lag, nicht mehr gewesen. Otto von Bismarck war ein preußischer Aristokrat und war als solcher gegen diese Politik des Königs von Preußen und seiner Minister. Er vertrat die äußerst partikularistische Auffassung, dass er kein Interesse an Deutschland außerhalb Preußens habe. Württemberg und Bayern seien für ihn fremde Staaten. In all diesen Vorschlägen für eine neue Verfassung sah er nur, daß Preußen seine völlige Selbständigkeit opfern müsse, damit der König von Preußen Vollstrecker der Beschlüsse eines Volks- und Fremdenparlaments werde. Sie wurden aufgefordert, nicht mehr Preußen zu sein, um Deutsche zu werden. In einer Rede vor der Preußischen Versammlung am 6. September sagte Bismarck:

Die Möglichkeit, dass Habsburg-Österreich zu Lasten Preußens mehr Einfluss im Germanischen Bund gewinnen könnte, stand für Bismarck im Vordergrund. Er war fast zufällig in das politische Leben eingetreten, da er an Stelle eines erkrankten anderen vertreten worden war. Ursprünglich bereit, Österreich als Verfechter des Konservatismus zu respektieren, sah er Österreich als engagierten Rivalen Preußens an, wobei diese Rivalität nur durch die Demütigung der österreichischen Vorherrschaftsansprüche in den Angelegenheiten des Königreichs zu Preußens Vorteil gelöst werden konnte Deutscher Bund.

Im Laufe seiner Karriere widmete Bismarck nach seinem Kommen, Österreich zu verärgern, erhebliche Anstrengungen, um mehrere schwierige Aufgaben zu erfüllen, darunter den Ausschluss Österreichs (als Rivalen Preußens) aus den deutschen Angelegenheiten und die Bewahrung der preußischen Tradition von durch die Auswirkungen des Nationalismus und der Demokratisierung erodiert.

Die deutschnational gesinnten Liberalen in Norddeutschland ließen sich von der Karriere des Chefministers des Hauses Savoyen Camillo de Cavour inspirieren (der im Sommer 1859 eine stärkere Integration des norditalienischen Territoriums unter die Führung des Victor Emmanuel II), im November 1859 die Nationalverein oder Landesverband. Daraus entwickelte sich bald eine liberal-nationale Bewegung, die von mehreren tausend Parlamentariern, Professoren, Rechtsanwälten und Journalisten tatkräftig unterstützt wurde, die ihre vielfältigen Bemühungen um einen vereinten und mächtigeren "deutschen" Staat bemühten.

In dieser Zeit diente Bismarck als Diplomat in preußischen Diensten und war seit den ersten Monaten des Jahres 1859 am Zarenhof in St. Petersburg akkreditiert Führer des Nationalvereins in Berlin.
Anfang 1861 wurde König Friedrich Wilhelm IV., dessen Verstand versagt hatte, als König von Preußen durch seinen Bruder ersetzt, der als Regent gedient hatte, aber nun als König Wilhelm I. auf den Thron kam. Bismarck bereitete ein Memorandum zur deutschen Frage vor zur Berücksichtigung König Wilhelms I. wurde diese Ende Juli 1861 dem König in Baden-Baden übergeben indem sie eine Forderung "für eine Nationalversammlung des deutschen Volkes" unterstützten.
Im März 1862 erhielt Bismarck einen neuen diplomatischen Posten, der dazu führte, dass er preußischer Gesandter in Frankreich wurde. Von seinem Stützpunkt in Paris aus nutzte Bismarck im Juni 1862 die Gelegenheit, den Ärmelkanal zu überqueren. Dieser Besuch diente angeblich dem Besuch einer Industrieausstellung, aber Bismarck traf mehrere hochrangige britische Staatsmänner, darunter Disraeli, den Führer der Opposition, zu dem er skizzierte seinen Vorschlag, Deutschland unter preußischer Führung eine Form der Einheit zu bringen, auch wenn dies mit einem gewissen Konflikt mit dem österreichischen Kaiserreich verbunden war.
An diesem Abend hörte man Disrali sagen: "Pass auf diesen Mann auf! Er meint, was er sagt!"

Im September 1862 kam es in Preußen zu einer Krise, in der der preußische Landtag sich entgegen dem Willen des Königs weigerte, erhöhten Militärausgaben zuzustimmen. Wilhelm I. wurde von seinem Kriegsminister Roon geraten, Bismarck als eine gewaltige Persönlichkeit zu holen, die die Verabschiedung des Haushalts und der damit verbundenen Militärreformen im Landtag sicherstellen könnte.
Am 17. September hatte die Krise einen solchen Grad erreicht, dass König Wilhelm I. ernsthaft erwog, seinen Thron abzudanken. Am Abend schickte Roon telegraphisch an Bismarck und schlug ihm, Bismarck, vor, sich nach Berlin zu beeilen, und es bestehe Gefahr im Verzug. Die Nachricht in Französisch und Latein lautete:- Depechez-vous Periculum in Mora.

Am 22. September traf Bismarck mit König Wilhelm I. zusammen und versicherte ihm, er könne ein Ministerium bilden und die vom König gewünschten Heeresreformen notfalls gegen den Willen der Landtagsabgeordneten durchführen. Angesichts dieser Zusicherung beschloss der König, nicht abzudanken. Bismarck wurde zum stellvertretenden Ministerpräsidenten des Hauses Hohenzollern ernannt.
Bismarck erschien am 29. September vor dem Landtag, wo er sein Bedauern über die Ablehnung der Abgeordneten gegen die Verabschiedung des Militärhaushalts zum Ausdruck brachte und die Notwendigkeit betonte, bei den vom König favorisierten militärischen Vorschlägen voranzukommen. Am nächsten Tag ging Bismarck in einer Sitzung eines Haushaltsausschusses vielleicht weiter, als er es seinem besseren Wissen nach hätte beabsichtigt haben können, indem er Folgendes behauptete:

„Die Stellung Preußens in Deutschland wird nicht durch seinen Liberalismus, sondern durch seine Macht bestimmt. Preußen muss seine Kräfte konzentrieren und für den günstigen Augenblick halten, der schon mehrmals gekommen und gegangen ist für ein gesundes Staatswesen schlecht gemacht. Nicht durch Reden und Mehrheitsentscheidungen werden die großen Fragen der Zeit entschieden - das war der große Fehler von 1848 und 1849 - sondern mit Eisen und Blut".

Diese etwas aggressiv formulierte Rede hat die liberale Meinung in Deutschland und darüber hinaus alarmiert. Dies war zum Teil auf eine spätere Reportage zurückzuführen, die ihren Wortlaut in prägnanterer Weise als „Blut und Eisen“ änderte. Diese Rede ist seither als Bismarcks Blood and Iron Speech bekannt.

Als Ministerpräsident Preußens sorgte Bismarck dafür, dass die Aufstockung des Heeres trotz des Widerstands des Landtags erfolgte. Die bestehenden Praktiken des preußischen Staates erlaubten es Bismarck, im Amt zu bleiben, sofern der König bereit war, seinem Ministerium gegenüber günstig zu bleiben.

Der Volksnationalismus wurde von Bismarck als potenziell erosiv für seine gewünschte Zukunft für das preußische Königreich angesehen. Dieser Nationalismus war ein liberaler deutscher Nationalismus, der anbot, Preußen zusammen mit anderen deutschen Staaten in einen umfassenden "verfassungsliberalen" deutschen Staat einzugliedern.

Bismarck begann, Pläne zu entwickeln, mit denen der preußische König und das Königreich besser hoffen konnten, den Respekt vieler in Preußen und weiter in den deutschen Staaten zu erhalten, die deutsche liberal-nationalistisch-konstitutionalistische Sympathien hegten. Er erkannte, dass das Prestige Prestiges, das Preußen bereits in Deutschland genoss, sowohl als bemerkenswert mächtiger und einigermaßen rechtsstaatlicher Staat als auch als Zentralmacht eines einflussreichen Zollvereins, genutzt werden konnte, um die Akzeptanz der eingeschlagenen Politik zu sichern von einer preußischen Regierung, um die deutsche Einheit zu fördern.
Es wurde von Bismarck verstanden, dass eine solche Förderung der deutschen Vereinigung zu Bedingungen erfolgen sollte, die für ein Königreich Preußen akzeptabel waren, in dem der König seine Souveränität behielt.

Im Januar 1863 versuchten die Polen in den von Russland verwalteten polnischen Gebieten erneut, von einem widerstrebenden Zarenkönig gewaltsam Zugeständnisse zu erringen. Russland betrachtete den Erhalt seiner polnischen Ländereien als ein Hauptziel seiner Politik. Während mehrere westliche Staaten, darunter Frankreich, die gute Meinung des Zaren verloren, indem sie den Polen moralische Unterstützung boten, hinterließ ein zunächst als anmaßend empfundenes Hilfsangebot Bismarcks an Russland bei Russland den bleibenden Eindruck, dass Preußen ein Staat sei, den es mit Wohlwollen sehen sollte.
Bismarcks Unterstützung für Russland war sowohl praktisch als auch strategisch. Preußen hatte während seiner eigenen Teilnahme an den Teilungen Polens polnisches Land annektiert. Bismarck war der Ansicht, daß ein wiederbelebtes polnisches Gemeinwesen Preußens fortgesetzte Herrschaft über einige der so annektierten Länder durchaus in Frage stellen könnte.

Russland brauchte einige Zeit, um sich von diesem Ressourcenaufwand zu erholen, was sich als langwierige Bemühungen erwies, die Kontrolle über Polen zu behalten.

1863 schlug Franz Joseph, Kaiser von Österreich, vor, dass die deutschen Fürsten in einer Sitzung im Herbst in Frankfurt über eine Reform des Germanischen Bundes diskutieren sollten. Franz Joseph forderte eine Einigung zwischen den Fürsten von Deutschland als beste Möglichkeit, einen Deutschen Bund unter der Führung seiner historischen Dynastien zu erhalten und gleichzeitig die revolutionären Strömungen des Liberalismus, der Demokratisierung und des Sozialismus einzudämmen, die auf vielfältige radikale Veränderungen drängten.

Im Vorfeld dieser geplanten Konferenz traf Franz Joseph am 2. August in Bad Gastein mit dem König von Preußen zusammen und fühlte sich in einem persönlichen Gespräch ermutigt, dass der preußische König Reformen zustimmen würde. Viele der prominentesten deutschen Fürsten versammelten sich in Frankfurt und ermächtigten einen aus ihrer Mitte, den König von Sachsen – eine besonders gebildete Persönlichkeit, die mit dem König von Preußen eine persönliche Freundschaft pflegte, persönlich eine Einladung zu überbringen die versammelten Herrscher an den König von Preußen.

Der preußische König war geneigt, diese dringende Einladung, die ein König im Namen von mehr als dreißig deutschen Herrschern persönlich überbrachte, anzunehmen. Um die Formulierung einer einvernehmlichen Vorgehensweise bei der Reform des Bundes zu verhindern, ging Bismarck sehr weit, sogar bis hin zur Erschöpfung des Königs und seiner nervösen Erschöpfung, um den König von Preußen zu überzeugen, sehr dagegen zu sein seine eigene Neigung, nicht dabei zu sein. Österreich hatte in der Eidgenossenschaft einen überwiegenden Einfluss, und jede vereinbarte Reform wäre wahrscheinlich im Großen und Ganzen den österreichischen Interessen zuträglich gewesen. Ohne Preußen, das nach Österreich selbst der zweitmächtigste Bundesstaat war, konnte nichts endgültig entschieden werden.

Bei den preußischen Parlamentswahlen vom Oktober 1863 wurden nur 38 Abgeordnete zurückgeschickt, auf die man sich verlassen konnte, um Bismarcks Politik zu unterstützen. König Wilhelm I. war von diesen Ergebnissen sehr entmutigt und schlug Bismarck sogar vor, dass er, der König, möglicherweise mit einer Guillotinierung auf dem Schlossplatz rechnen könnte. Trotzdem verfolgt Bismarck weiterhin die militärische und andere Politik, die die öffentliche Meinung entfremdet hatte.
Auch der Kaiser von Österreich hatte in dieser Zeit mit inneren Schwierigkeiten zu kämpfen. Ein sogenanntes Februarpatent von 1861 hatte eine begrenzte Form des Parlamentismus eingeführt, die hauptsächlich von germanischen "Liberalen" unterstützt wurde, die sich mit einem autokratischen Zentralismus wohl fühlten, der von den Deutschen des Reiches effektiv weitgehend im Interesse dieser Deutschen geführt wurde. Das Parlament wurde größtenteils von den Magyaren, Polen und Tschechen boykottiert, die sich von der wirklichen Macht und Repräsentation ausgeschlossen fühlten.

Schleswig und Holstein rückten wieder an die Spitze der europäischen Angelegenheiten, als die nach den kritischen Schwierigkeiten 1848 international vereinbarte Resolution zusammenbrach. Diese im Londoner Vertrag von 1852 verankerte Resolution sah vor, dass diese Gebiete von Dänemark getrennt bleiben, aber der dänische König Herzog von Holstein und Herzog von Schleswig ist. Holstein wurde überwiegend von Volksdeutschen bewohnt, während Schleswig in seinen südlichen Gebieten eine deutschstämmige Mehrheit hatte.
Dieser Resolutionsversuch von 1852 über Schleswig und Holstein bot ein frühes Beispiel für die Befugnisse, die eine eventuelle Einigung nach der Nationalität des Betroffenen und nicht nach dynastischen Ansprüchen oder Verträgen vorschlugen. Dänemark verpflichtete sich, die Rechte der Volksdeutschen im Herzogtum Schleswig zu respektieren. Holstein und das kleine Herzogtum Lauenburg sollten bei gleicher Anerkennung der deutschen und dänischen Staatsangehörigkeit im Deutschen Bund verbleiben.

1863 beschloss der dänische König, die traditionell anerkannte Verbindung zwischen den beiden Herzogtümern aufzubrechen und Schleswig vollständig Dänemark einzuverleiben. Ein solcher Schritt wurde unterstützt von der Eider Dansk Dänischer Nationalismus der ethnischen dänischen Mehrheit im Norden Schleswigs. Im November 1863 ermöglichte der Tod des damaligen Königs von Dänemark eine neue Erbfolgefrage, die eine Frage noch komplizierter machte, die Bismarck voll und ganz zum Vorteil Preußens ausnutzen wollte.

Obwohl der Landtag des Deutschen Bundes die tatsächliche Entsendung von Bundeskräften zum Eingreifen in die Herzogtümer genehmigte, zogen Preußen und Österreich bei einer umfassenden Intervention, die als Unterstützung bestehender Verträge. Ein sogenannter Dänischer Krieg folgte und bis Februar 1864 waren Schleswig und Holstein im Wesentlichen an preußische und österreichische Truppen gefallen und eine Konferenz von Wien im Oktober übertrug Schleswig, Holstein und ein kleines Gebiet von Lauenberg der gemeinsamen preußischen und österreichischen Kontrolle.

Bismarck war in diesen Zeiten nicht allein in der Hoffnung, Maßnahmen zu ergreifen, die die populistische Stimmung weitgehend ausbeuten und die Position eines deutschen Königreichs stärken würden.

Im Januar 1864 wurde Odo Russell, Neffe des britischen Außenministers und quasi-offizieller britischer Vertreter in Rom, in einer Privataudienz beim Papst folgendes gesagt:

"Das Beispiel Italien" (d. h. wo das Haus Savoyen mit Zustimmung des örtlichen Volkes die Gebiete anderer Fürsten annektiert) wird der Ruin der kleineren Fürsten von Deutschland sein und ich denke sehr schlecht über den Zustand dieses Landes. Jeder der kleineren Herrscher hofft, sein Königreich auf Kosten seines Nachbarn vergrößern zu können, und alle werden weggefegt wie die Großherzöge der Toskana, Modena und Parma in Italien. Der König von Bayern war hier, und ich tat, was ich konnte, um ihn davon zu überzeugen, dass er große Risiken einging, aber er konnte es nicht sehen. Seine Idee ist, dass das Haus Wittlesbach so mächtig sein sollte wie die Häuser Habsburg und Hohenzollern, und wenn es nach ihm ginge, würde er zunächst Baden und Württemberg an Bayern angliedern.

Die Situation innerhalb der habsburgischen Länder, wo das Parlament, das nach eingeschränktem Wahlrecht gewählt wurde, besonders von den Deutschen Österreichs, Böhmens und Mährens unterstützt und von anderen Nationalitäten weitgehend boykottiert wurde, war nicht ganz so, wie Kaiser Franz Joseph wünschte, und nach einiger Überlegung und gegen den Rat der meisten seiner Minister reagierte er positiv auf einen im Frühjahr 1865 veröffentlichten Artikel des prominenten magyarischen Liberalen Ferenc Deak, der die Bedingungen skizzierte, unter denen die von Natur aus mächtigen Magyaren es finden würden mit seiner eigenen Souveränitätsausübung besser kooperieren kann. Diese Bedingungen kamen einer Wiederherstellung der ungarischen Verfassung von 1848 und der virtuellen Gründung zweier unterschiedlicher Staaten gleich – einem größtenteils deutsch-österreichischen und einem größtenteils magyarisch –, die vollständig kooperieren und zusammen nach außen hin als eine einzige Macht funktionieren würden .

Ein Vertrag von Gastein vom August 1865 erkannte Holstein (das südlichere Herzogtum, das tatsächlich an preußisches Gebiet grenzt) als unter der Verwaltungskontrolle Österreichs an, während Schleswig von Preußen verwaltet werden sollte. Ein kleines Herzogtum Lauenberg ging nach Zahlung eines hohen Kaufpreises absolut an Preußen über.
Preußen, das bisher keinen größeren Seehafen unter seiner Kontrolle hatte, erhielt das Recht, das Potenzial des bedeutenden Kieler Hafens an der holsteinischen Ostseeküste auszuschöpfen und von der holsteinischen Ostseeküste aus einen ambitionierten „Kieler Kanal“ zu planen und auszuführen Ostseeküste über Holstein bis zur Nordseeküste. Holstein durfte auch in die preußische Führung eintreten Zollverein Zollunion.

Österreich hatte Grund zu der Annahme, dass Preußen gegenüber Holstein und Italien gegenüber Venetien noch nicht zufrieden war. Im September lotete Bismarck in Biarritz heimlich Napoleon III. über seine mögliche Reaktion auf einen offenen Konflikt zwischen Preußen und Österreich aus. Im November erhielt Österreich Angebote von sehr beträchtlichen Summen von Italien, wenn Venetien unter italienische Kontrolle übergehen würde, und von Preußen, wenn Holstein unter preußische Kontrolle übergehen würde. Österreich lehnte diese beiden Angebote wahrscheinlich ab, da es wahrscheinlich für jeden dynastischen Staat unehrenhaft war, Territorien zu verkaufen.

Ende Dezember 1865 schlossen Preußen und Italien einen Handelsvertrag und im Januar wurde König Viktor Emanuel mit dem Preußischen Orden vom Schwarzen Adler belehnt. Bismarck arbeitete weiterhin daran, die Erlaubnis des preußischen Königs zu erhalten, ein formelles Militärbündnis mit Italien einzugehen, das den österreichischen Interessen abträglich wäre. Es widersprach den Grundprinzipien des Deutschen Bundes, dass sich jedes Mitglied mit einer fremden Macht gegen jedes andere Mitglied des Bundes verbündete. Die Absicht Preußens, sich heimlich mit Italien zu verbünden, zeigt die Ernsthaftigkeit, mit der Bismarck seine eigene Version der Bundesreform verfolgte.

Das Bündnis zwischen Preußen und Italien wurde im April geschlossen und versprach Venetien Italien als Gegenleistung für ihre Teilnahme an einem Krieg gegen das österreichische Kaiserreich. Das Bündnis sollte nur drei Monate halten. Innerhalb weniger Tage nach dem Abschluss des italienischen Bündnisses forderte Bismarck Österreich heraus, indem er den preußischen Abgeordneten im Bundestag Reformen des Bundes vorschlagen ließ, die den österreichischen Interessen zutiefst abträglich wären, und auch Beschwerden über die Art und Weise äußerte, wie die österreichische Verwaltung von Holstein geführt wurde . Die österreichische Diplomatie gab unterdessen einigen Provokationen Preußens nach, einschließlich der Aufforderung, den Bundestag über die Zukunft der Herzogtümer zu entscheiden. Auf Bismarcks Befehl wurde eine preußische Streitmacht nach Holstein geschickt. Es folgte ein "Siebenwöchiger Krieg" zwischen Österreich und Preußen, in dem sich das preußische Interesse überzeugend durchsetzte, obwohl Österreich auch von mehreren anderen deutschen Staaten unterstützt wurde.

Bismarck musste seine Überzeugungskraft energisch und umfassend einsetzen, um die Streitkräfte Preußens und seiner Verbündeten davon abzuhalten, zu viele Ansprüche an ein gedemütigtes Österreich zu stellen.

In seiner persönlichen Einstellung war Bismarck kein Deutschnationaler, sondern vielmehr erster Minister des Hauses Hohenzollern. Seiner Ansicht nach war es notwendig, die Möglichkeit zu vermeiden, dass eine Koalition von Mächten gebildet werden könnte, um einem stark bedrohten Österreich zu helfen. Sollte das Habsburg-Österreich schwer beschädigt werden, war offen, welche Siedlung an seiner Stelle entstehen würde - es wäre möglich, dass Österreichs nichtdeutsche Gebiete, die durch die historische Souveränität der Habsburger ihrer zugegebenermaßen schwachen Bindung beraubt waren, wiederhergestellt werden könnten als eine Reihe instabiler und sogar radikaler kleiner Republiken.

Es wäre auch wahrscheinlich, dass, wenn die Habsburger durch die Eingliederung Deutsch-Österreichs in einen erweiterten deutschen Staat enger in die deutschen Angelegenheiten eingebunden wären, sie routinemäßig mit dem preußischen Einfluss in politischen Angelegenheiten mit der Unterstützung einer Koalition kleinerer deutscher Staatsinteressen konkurrieren würden.
Bismarck war der Ansicht, dass ein erhaltenes Habsburg-Österreich, wenn auch in diesen Disputationen etwas gedemütigt, in Zukunft ein möglicher diplomatischer und militärischer Verbündeter sein könnte. Obwohl von den deutschen Angelegenheiten im Westen weitgehend ausgeschlossen, lag es im Interesse Preußens, Österreich dennoch die Möglichkeit zu geben, sich wieder als Macht im Osten zu etablieren.

Preußen annektierte zu dieser Zeit Gebiete - Schleswig und Holstein, das Königreich Hannover, das Kurfürstentum Hessen-Nassau und die Stadt Frankfurt zusammen mit einigen kleineren Gebieten. Die österreichische Zustimmung zur Bildung eines preußisch geführten Norddeutschen Bundes unter Einbeziehung des unabhängigen Königreichs Sachsen wurde erzielt. The Austrians secured Prussian agreement that Northern Schleswig could return to Danish sovereignty should the population there so decide in a plebiscite.

The conflicts with Denmark over Schleswig-Holstein and between Austria and Prussia are sometimes referred to as "Wars of German Unification" but they were at that time more truly "Wars of Prussian Consolidation". In the wake of these two availing conflicts that had been, in large part, subtly fomented by Bismarck as the champion of "traditional Prussia", and which led to the formation of a North German Confederation in 1867, the Landtag was encouraged to bestow retrospective immunity on Bismarck's unconstitutional acts.
Such retrospective immunity was not the only "reward" that fell to Bismarck at this time as he was raised to the nobility as Count Bismarck and invested with the prestigious Prussian Order of the Black Eagle.

In the wake of the defeat in the "Seven Weeks War" the Austrian Emperor, whose position had been weakened thereby, agreed a Compromise (Augsgleich) with the Magyars that re-established the Austrian Empire as Austro-Hungary - an Imperial and Royal "Dual Monarchy" comprised of an Austrian Empire and an Hungarian Kingdom - under a single monarch and with common ministries of Foreign Affairs, War and Finance.
From these times the Austrian aspect of this state developed along lines that showed a preparedness to be somewhat liberal in accomodating its powerful minority peoples whilst within the Hungarian Kingdom the Magyars tended to moreso work towards cultural assimilation of the numerous Slav minorities domiciled in the "lands of the Crown of St. Stephen" but offered many social and civic concessions to those who assimilated themselves to an officially Magyar state. The Magyars thus gained a substantial independence whilst retaining assurance that their King would seek to defend the Hungarian Kingdom with Austrian as well as Hungarian resources.

The North German Confederation operated under a Constitution dictated by Bismarck. The Federal Presidency was vested in the Prussian Crown. The Prussian Minister was to be Federal Chancellor. A degree of democratisation was allowed in relation to the election of a lower parliamentary house - partly as a means of breaking down the traditional German particularisms in a Confederation that was being formed of historic dynastic states that continued to convene local assemblies. Prussian originated institutions - army, postal service, the Zollverein (Customs Union) etc., - were effectively extended towards giving the new Confederation a Prussian character.

In order to provide the North German Confederation with an acceptable and distinctive flag Bismarck, in 1867, sponsored the adoption of a Black-White-Red tricolour flag. This flag is widely accepted as being derived from the black and white colours traditional to Prussia in combination with the white and red associated with the Hanseatic League - this being an historic trading bloc with which many states and cities in the Germanies had celebrated traditions of involvement in earlier times.

The adoption of this, unprecedented, emblem tended towards the avoidance of possible ill-will through giving a prominence to the Prussian flag that might prove unwelcome to other German states. It also side-stepped issues associated with the inherent claims of the Black-Red-Gold tricolour emblem of the popular "liberal and constitutional" German tradition. (This Black-Red-Gold emblem had, moreover, been adopted as the common flag of the alliance of South German states led by Austria during the War of 1866. )

Croat nationalism continued to be a powerful centrifugal force such that in 1868 the Magyar dominated Reichstag at Pest agreed to recognise the Croatian Landtag as having competence to consider Croatian domestic matters.

Prussia had long hoped to be dominant in the Germanies north of the river Main, this was now achieved but a groundswell of Germanic sentiment supported the establishment of a more territorially extensive German nation state. Bismarck was keen to preclude threats to Prussian influence in the German lands and was also open to achieving yet more expansions of the territory of Prussia-Germany. In strategic terms the France of Napoleon III was a presumptive opponent of any increased influence being exercised by the Prussian dominated North German Confederation over the states of Southern Germany.

The diplomatic position of France was in one most important respect to the advantage of Bismarck's expansionary policies. There was a tradition of competition and cultural misunderstanding between north and south Germany. That being said there was also a more intense tradition of rivalry between German Europe and French Europe. In the nineteenth century alone Germany had fought a "War of Liberation" against Napoleon in 1813, whilst in 1840 there was a crisis, which blew over, featuring widespread, and popularly supported, German alarm when it appeared that the French intended to seize territories south of the Rhine. Bismarck hoped to exploit German rivalry in relation to France to precipitate cooperation and solidarity between north and south Germany and also increase acceptance of the Prussian dynasty.

In these times, at the Biarritz meeting and later, Napoleon III of France had more or less hinted to Bismarck that in return for French neutrality at the time of the recent Austro-Prussian War France should expect "Compensations". France had remained neutral, largely out of the belief that the war would be more protracted and expensive of lives and resources than it had been. Napoleon III seemed to anticipate that the position of France would have been relatively enhanced by the exhaustion of Austria and Prussia and had even expected that Prussia would be defeated. France hoped that a third Germany, apart from Austria and Prussia, could be formed based on the South German states. The unexpectedly brief conflict, and decisive outcome in favour of Prussia, with no compensating advantage to France, meant that France, formerly the power of note in Western Europe, had lost much advantage as a result. Napoleon reminded Bismarck that he expected some sort of "Compensation".

In efforts to attain this compensation the French sought part of Belgium but met with British and other opposition, and then the Palatinate on the Upper Rhine but met with Germanic opposition. Bismarck was able to get a written copy of these claims on the Palatinate. Then the French agreed a compact with the King of Holland whereby the French could gain Luxembourg by purchase and Bismarck although initially prepared to accept such a transfer was subsequently made aware of a groundswell of popular "German" opposition to the acquisition of "Germanic" Luxembourg by France and decided to encourage such popular opposition. In the Reichstag Bismarck deplored the willingness of a prince "of German descent" to sell to France territory which "had been German at all times".

An international situation resulted from the Spanish being prepared to accept a Hohenzollern-Sigmaringen cousin of the King of Prussia as the successor to their vacant throne. France, which had historical reason to consider itself the foremost power on the western Europe continent, considered that the presence of a cousin of the King of Prussia of the Spanish throne would "disturb . the present equilibrium of forces in Europe" and sought to ensure that this Hohenzollern related candidacy was not merely withdrawn, but was withdrawn in such a way as making it seem that Prussia had climbed down somewhat under French pressure. The disputed candidacy was initially withdrawn without much appearance of a climb-down but French diplomacy persisted in efforts to produce such an appearance. It was in these circumstances in 1870 that Bismarck as Minister-President subtly added Prussian provocations to those of France by editing a so-called Ems Telegram, (that had been sent to Bismarck by the Prussian king outlining an interview that the Prussian king had had with a French diplomat), in order to let it seem that the French diplomat had been disrespectfully treated by the Prussian King. Bismarck ensured that this edited version was published in a special newspaper supplement. France for her part had been seeking a contest of arms in which it hoped to prevail. The "Ems Telegram" provided material which led to a declaration of War. The French Emperor spoke of entering into this war "with a light heart". In the event the Prusso-German interest prevailed in this war and received some support from the states of South Germany.

The outcomes of an ensuing "Franco-Prussian" War, which is also referred to as a War of German Unification, included the formation of a federal German Empire. This "Second German Reich" was proclaimed after the King of Prussia was persuaded to accept the Imperial Crown that had been offered on behalf of all the German Princes by King Ludwig II of Bavaria. The actual announcement taking place in the fabulous Hall of Mirrors in the sumptuous palace of Versailles outside Paris.

The Second German Empire was a Confederation composed of clearly separate constituent states (4 kingdoms, 5 grand duchies, 13 duchies and principalities, and the free cities of Hamburg, Lübeck and Bremen). Within this Confederation the inherently powerful Kingdom of Bavaria was able to retain its own army, which would fall under Prussian command only in times of war. Bavaria could also retain its own railways, its own postal system, its maintain its own diplomatic contacts. As with the now defunct North German Confederation the Presidency was vested in the Prussian Crown and the Prussian Minister was to be Imperial Chancellor.

Imperial Germany was to operate as a federation with strong central control. Both the short-lived North German Confederation and the subsequent German Empire functioned under constitutional arrangements which, whilst including a Federal Parliament, or Reichstag, elected by universal suffrage, did not concede effective power to that Reichstag. Authority over the duration of administrations, central finances, and the armed forces, residing moreso in a Bundesrat of State delegates dominated by Prussia.

The outcome of the Wars of German Unification considerably altered the European political scene. France deplored the seizure of Alsace-Lorraine by Imperial Germany after the Franco-Prussian War and Bismarck thereafter strove to diplomatically isolate France denying her the opportunity of winning back her lost provinces as an outcome of war. Aside from this limitation on alliances that might threaten Imperial Germany Bismarck hoped that France would progress and be reconciled and was prone to encourage her to direct her energies towards extending sway over parts of North Africa. The German Empire's establishment inherently presented Europe with the reality of a populous and industrialising polity possessing a considerable, and undeniably increasing, economic and diplomatic presence.

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The Creation of a Nation-State: Bismarck’s Unification of Germany

The Holy Roman Empire was a fragmented union of states, each of which had its flag depicted on the double-headed eagle symbol of the empire. (Image: Jost de Negker/Public domain)

The Collapse of the Old Empire

Compared to rest of Europe, Germany was a new nation-state. It was the last of the major European states to achieve nation-state status. Until 1871, Germany had been divided into dozens of small states. This was the old Holy Roman Empire of the German nation, which had existed for 900 years when it finally collapsed under Napoleonic pressure. This was also known as the old Reich, or the First Reich (Reich is the German term for empire). It was, as Voltaire pointed out, “neither Holy, Roman nor an Empire.” But that’s what it certainly was called, and the emperor was in Vienna.

That old empire collapsed in the first decade of the 19th century. It was not until 1871 that Germany was unified by Otto von Bismarck, the Chancellor of Prussia. The united nation-state lacked common traditions it lacked shared political norms. In fact, ‘German Central Europe’ is the term one ought to use—not ‘Germany’—until 1871. The question of who or what is German was still a relevant question in 1871 in a way that “Who’s French?” was not.

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The Creation of a Smaller Germany

When unification came in 1871, it was not the result of some sort of groundswell of grassroots nationalism on the part of the German people. Unification was delivered to Germany by Prussian military might.

Bismarck unified Germany under Prussian auspices through successful wars: against Denmark in 1864 against Austria in 1866, which excluded the Habsburgs, the traditional dynastic family of Germany and then finally in 1870–71, with the defeat of France. This was a unification without territories that had traditionally been seen as part of the old Holy Roman Empire.

What Bismarck had achieved was the creation of a smaller Germany, Kleindeutschland, instead of a Grossdeutschland, a greater Germany. Even this ‘small Germany’ was a Germany that had never existed before, and this would be the Second Reich. Nobody called it the Second Reich at the time nobody started talking about number of empires until the Nazis, who of course saw themselves as delivering Germany a Third Reich.

The Forced Unification of Germany

Bismarck, in a way, forced unity on the Germans. There was no agreement. There was controversy about the flag there was a controversy about any sort of national anthem. They couldn’t agree about the national holiday, like the Fourth of July. They didn’t use the day that Karl Wilhelm was proclaimed Emperor at the Hall of Mirrors at Versailles after the defeat of France because some of the German states didn’t want that.

The National Day of Unified Germany was decided to be the day on which Napoleon III was defeated at Sedan by Bismarck’s armies. (Image: Wilhelm Camphausen/Public domain)

So what would they do? What sort of holiday would they take? They looked around with all these different competing traditions from the different states. They finally decided on the day of victory over France. It was called Sedantag, after the Victory of Sedan, where Napoleon III was captured.

The Support for Unification

Unification had been supported by not so much the proverbial man and woman in the street, but by the commercial and industrial elites of Germany. They couldn’t compete with English or French goods, and there was no common currency, weights, or measures and so on. They wanted a united Germany.

Bismarck was perfectly happy with the united Germany, as long as it was under Prussian control. His task, as he saw it, was to deliver a Germany that would be based on traditional elites, monarchy, the army, bureaucracy—all supported by the old aristocracy. However, Bismarck was a realistic man in many ways. The age of mass politics had arrived, so the constitution he wrote for this Second Reich was one that had all the trappings of a real democracy.

The Three Stresses of the New German State

This new state was beset by three very basic problems, or a set of cleavages or divisions in the society that needed to be confronted.
There was religious division. Germany was the home of the Protestant Reformation. Southern Germany was largely Catholic and northern Germany was largely Protestant.

There was regional division as well. These were old traditional loyalties, and they overlapped with religion to a great extent. Finally, there was a social division, a class division, between an increasingly organized industrial, blue-collar, working class and everybody else.

Germany was also in the midst of rapid industrialization. Industrialism did come fast. Though it did come very late, it was very thorough. These conditions created social tensions that were aggravated by the outbreak of the First World War in 1914.

Common Questions about Bismarck’s Unification of Germany

Until 1871, Germany had been divided into dozens of small states. This was the old Holy Roman Empire of the German nation, which had existed for 900 years until it finally collapsed under Napoleonic pressure.

Bismarck unified Germany under Prussian auspices through successful wars: against Denmark in 1864 against Austria in 1866, which excluded the Habsburgs, the traditional dynastic family of Germany and then finally in 1870–71, with the defeat of France.

The different German states that were unified could not agree on many things. There was controversy about the flag there was a controversy about any sort of national anthem. They couldn’t agree about the single national holiday, that celebrated this new nation.

The new German state was beset by three basic problems. There was religious division. Southern Germany was primarily Catholic, northern Germany was largely Protestant. There was regional division as well, which overlapped with religion to a great extent. Finally, there was a class division, between an industrial, blue-collar, working class and everybody else.


What was the role of Bismarck in German unification?

Otto Von Bismarck was the Prussian Chancellor. His main goal was to further strengthen the position of Prussia in Europe. zu unify the north Deutsch states under Prussian control. to weaken Prussia’s main rival, Austria, by removing it from the Deutsch Federation.

View more on it here. Just so, was Bismarck responsible for German unification?

Otto Bismarck Responsible For The Unification Von Deutschland History Essay. In 1871, Otto Von Bismarck became the Imperial Chancellor of the Second Deutsch Reich. His position unchallenged and strongly supported as Deutsch people portrayed him as their national hero.

In this manner, what principle does the unification of Germany under Otto von Bismarck demonstrate?

(1815-1898) Prussian chancellor who engineered the unification of Germany under his rule. Delivers “blood and iron” speech. “Blood and Iron” was the speech that Otto Von Bismarck gave mit the belief that a strong industry and military was needed in a country to have success.

Why was Bismarck dismissed? Technically, Kaiser Wilhelm II did not “fire” Otto von Bismarck. Instead, Bismarck resigned his office because of his disagreements with the Kaiser. Wilhelm was very young (only 29) and wanted to make his own mark on Germany. He clashed with Bismarck over foreign and domestic policy.

Likewise, what led to the unification of Germany? The first war of unification was the Danish War in 1862, followed by the Austro-Prussian war in 1866. Finally, Bismarck used the Franco-Prussian war of 1870-71 to complete unification. In the 1860s, Prussia under Bismarck used force to unify the various Deutsch states.

How did Bismarck promote German nationalism?

Bismarck had a number of primary aims: to unify the north Deutsch states under Prussian control. to weaken Prussia’s main rival, Austria, by removing it from the Deutsch Federation. to make Berlin, not Vienna, the centre of Deutsch affairs.

What did Bismarck mean when he said by blood and iron?

German Chancellor Otto von Bismarck used the expression “Blood and Iron,” or more accurately “Eisen und Blut,” to describe how the great moments in history are decided through conflict and warfare. Bismarck delivered his famous speech in 1862 during a budget commission at the Landtag.

How did Bismarck use war to strengthen Prussia?

The Congress of Vienna created the German Confederation. How did Bismarck use war to create a united Germany under Prussia rule? After creating a powerful military, Bismarck was ready to pursue an aggressive foreign policy. Jeder Krieg increased Prussian power and paved the way for German unity.

Why is German unification important?

It was the seminal event of the nineteenth century. Not only did the unification von Deutschland create a new, ambitious Great Power, it set an existing one on the path to destruction. After its defeat at the hands of Prussia in 1866, the Habsburg Monarchy became Austria-Hungary: the so-called Dual Monarchy.

What did Otto von Bismarck do for Germany?

Deutschland became a modern, unified nation under the leadership of the “Iron Chancellor” Otto von Bismarck (1815-1898), who between 1862 and 1890 effectively ruled first Prussia and then all of Deutschland.

Why was Bismarck successful?

Bismarck Tat succeed in avoiding massive political, social and economic upheaval in Germany after the unification. He maintained the political and social dominance of the Prussian Junkers. Free trade had been introduced on Bismarck’s terms. His welfare policies had made Germany a model for other countries.

What event resulted in a united Germany?

Franco-Deutsch War, also called Franco-Prussian War, (July 19, 1870–May 10, 1871), war in which a coalition of Deutsch states led by Prussia defeated France. The war marked the end of French hegemony in continental Europe and resulted in the creation of a unified Germany.

What is a Prussian?

Prussia, German Preussen, Polish Prusy, in European history, any of certain areas of eastern and central Europe, respectively (1) the land of the Prussians on the southeastern coast of the Baltic Sea, which came under Polish and German rule in the Middle Ages, (2) the kingdom ruled from 1701 by the German Hohenzollern

How did Bismarck use realpolitik?

Bismarck used Realpolitik in his quest to achieve Prussian dominance in Germany. He manipulated political issues such as the Schleswig-Holstein Question and the Hohenzollern candidature to antagonize other countries and cause wars if necessary to attain his goals.

What prevented German unification before the mid 1800s?

What does German unification mean?

German Unification. From Longman Dictionary of Contemporary English ˌGerman Unifiˈcation the uniting of East and West Germany in 1990 after they had been separated since 1945. This followed the opening of the Berlin Wall in 1989 and then the collapse of the East Deutsch Regierung.

How did German unification affect the rest of Europe?

Die German unification affected the rest of Europe by causing a blow to liberalism, it changed the balance of power forever and created bitter resentment due to the way Deutschland was united, it brought two more competitive powers to europäisch politics, and France’s and Austria’s weaknesses were revealed.


How Did Bismarck Unify Germany?

Otto Von Bismarck achieved the unification of Germany during a series of wars in which a Prussian military force, under Bismarck's command, was able to acquire land and subsequently enforce new laws over its peoples. These wars became known as the wars of German unification.

Bismarck allied with the Austrian chancellor and his military force during the first war of German unification. In 1862 the newly formed Austrian-Prussian military force successfully engaged in an offensive against the Danes located in the areas of Schleswig and Holstein. The area was a part of the German Confederation of Northern States, but was contested by Danish claims of authority.

The second war of German unification occurred in 1866, when Bismarck and Prussia battled their greatest German rival, Austria. Known as the Austro-Prussian War, the fighting lasted only a few weeks. Although Bismarck and Prussia were victorious, Bismarck allowed many of his enemies (such as Austrian allies, Baden and Bavaria) to maintain their independence. Bismarck instead formed the North German Confederation, which served as the strongest German political body in Europe and attracted many other, smaller German states as allies.

The final war of German unification occurred when Bismarck attracted the allegiance of the western German states by engaging in the Franco-Prussian war in 1870. After defeating the French, and signing a peace treaty in the palace of Versailles in 1871, Bismarck declared Berlin the official capital of the new German Empire and the King of Prussia the Kaiser of all German states. This arrangement remained until the end of the first World War in 1918.


Bismarck and the Unification of Germany

Liberal hopes for German unification were not met during the politically turbulent 1848-49 period. A Prussian plan for a smaller union was dropped in late 1850 after Austria threatened Prussia with war. Despite this setback, desire for some kind of German unity, either with or without Austria, grew during the 1850s and 1860s. It was no longer a notion cherished by a few, but had proponents in all social classes. An indication of this wider range of support was the change of mind about German nationalism experienced by an obscure Prussian diplomat, Otto von Bismarck. He had been an adamant opponent of German nationalism in the late 1840s. During the 1850s, however, Bismarck had concluded that Prussia would have to harness German nationalism for its own purposes if it were to thrive. He believed too that Prussia’s well-being depended on wresting primacy in Germany from its traditional enemy, Austria.

In 1862 King Wilhelm I of Prussia (r. 1858-88) chose Bismarck to serve as his minister president. Descended from the Junker, Prussia’s aristocratic landowning class, Bismarck hated parliamentary democracy and championed the dominance of the monarchy and aristocracy. However, gifted at judging political forces and sizing up a situation, Bismarck contended that conservatives would have to come to terms with other social groups if they were to continue to direct Prussian affairs. The king had summoned Bismarck to direct Prussia’s government in the face of the Prussian parliament’s refusal to pass a budget because it disagreed with army reforms desired by the king and his military advisers. Although he could not secure parliament’s consent to the government’s budget, Bismarck was a tactician skilled and ruthless enough to govern without parliament’s consent from 1862 to 1866.

As an ardent and aggressive Prussian nationalist, Bismarck had long been an opponent of Austria because both states sought primacy within the same area–Germany. Austria had been weakened by reverses abroad, including the loss of territory in Italy, and by the 1860s, because of clumsy diplomacy, had no foreign allies outside Germany. Bismarck used a diplomatic dispute to provoke Austria to declare war on Prussia in 1866. Against expectations, Prussia quickly won the Seven Weeks’ War (also known as the Austro-Prussian War) against Austria and its south German allies. Bismarck imposed a lenient peace on Austria because he recognized that Prussia might later need the Austrians as allies. But he dealt harshly with the other German states that had resisted Prussia and expanded Prussian territory by annexing Hanover, Schleswig-Holstein, some smaller states, and the city of Frankfurt. The German Confederation was replaced by the North German Confederation and was furnished with both a constitution and a parliament. Austria was excluded from Germany. South German states outside the confederation–Baden, Wuerttemberg, and Bavaria–were tied to Prussia by military alliances.

In 1870 Bismarck engineered another war, this time against France. The conflict would become known to history as the Franco-Prussian War. Nationalistic fervor was ignited by the promised annexation of Lorraine and Alsace, which had belonged to the Holy Roman Empire and had been seized by France in the seventeenth century. With this goal in sight, the south German states eagerly joined in the war against the country that had come to be seen as Germany’s traditional enemy. Bismarck’s major war aim–the voluntary entry of the south German states into a constitutional German nation-state–occurred during the patriotic frenzy generated by stunning military victories against French forces in the fall of 1870. Months before a peace treaty was signed with France in May 1871, a united Germany was established as the German Empire, and the Prussian king, Wilhelm I, was crowned its emperor in the Hall of Mirrors at Versailles.


Otto von Bismarck: How did he maintain peace in Europe

The war of 1870 between France and Prussia had two major consequences. First and foremost, the defeat of France and the subsequent Treaty of Frankfurt marked the end of the French dominance in continental Europe. Secondly, the German annexation of Alsace and Lorraine completed the establishment of German Empire which propelled them among the ranks of major European powers. The reunification of Germany caused a fundamental shift in the distribution of power in 19 th century Europe. Bismarck had understood that among others his objective was to gain trust and make Germany look peaceful and friendly to other countries. Bismarck was able to convince other European powers that unified German empire was a status quo power and posed no security threats to them. Consequently, through his diplomatic tact and proactiveness Bismarck maintained peace in Europe for nearly two decades.[1] The main theme of this article is to elucidate how the foreign policy undertaking by Bismarck and his system of alliance with Austria and Russia was able to prevent Germany from war against other European powers and thus preserved peace in Europe.

Bismarck and His System of Alliances

Aftermath the Franco Prussian War, France was in agony over the lost territories. The French despised the Germans, the hatred and the animosity against Germany was at all time high and the French would pounce upon any opportunity to get revenge on Germany. Bismarck, cautious of the French revanchism, directed his foreign policy and diplomatic engagement towards keeping France at bay and isolated, for he knew any hostile alliance by France with other European powers posed the danger of a potential two-front war that threatened the survival of the German Empire.So, he sought maintaining amiable relations with other countries and core part of his focus was on building a peaceful and friendly alliance with Austria and Russia. [2]

Initially, Bismarck found himself in a crossroad when Russia and Austria were contending over the issue of the Balkans. The relative decline of the Turkish power had opened up opportunities for Russia and Austria to fill the power vacuum in the region. The Balkans were of a strategic importance to both the Russians and the Austrians. With neither willing to let the other have influence in the region, Bismarck sensed Germany could become reluctantly involved in any future Austro-Russian conflict over the area.[3] So, he proposed the formation of the League of the Three Emperors (Dreikaiserbund) which officially took shape in 1873. The objectives of the Dreikaiserbund were twofold: first and foremost, to ease off tensions between Austria and Russia over territorial claims in the Balkans and secondly, to prevent intervention in any potential strife between Germany and France. Although, the alliance did not have military component to it, for the time being, it fulfilled Bismarck’s aim to isolate France. In addition, the three parties also vowed to preserve the status quo in Europe.

Likewise, the German Empire had just come into being, although unified Germany was powerful, they weren’t indispensable and Bismarck knew this to the core. Back then, Britain controlled most of the world’s colonies as well as the oceans. In order to perpetuate Germany’s security and survival, the last thing Bismarck wanted was to antagonize Britain by getting himself into colonial competition. In addition, he viewed colonies as counterproductive that could easily create entanglements that result in diplomatic rift and disputes with powerful forces. Moreover, he sensed inherent danger of colonial commitments leading to shift German focus from Europe. Furthermore, Bismarck saw German future in Europe his reference to “My Map of Africa lies in Europe” being a testament to it. This explains why, initially, in spite of domestic pressure, Bismarck was reluctant to get into colonial adventures for fears of confrontation with Britain and ­­­­instead focused on trade and industrialization to bolster German economy.

The events in the Balkan Crisis (1875-1878) exacerbated Austria-Russia rivalry. Yet again, Bismarck feared Austro-Russian war could engulf the whole region. In order to prevent this from happening, Bismarck hosted the Congress of Berlin as an “honest-broker”. Dissatisfied with the outcome of the Congress and at Bismarck’s role, Russia ended the Dreikaiserbund. However, Bismarck was able to uphold and maintain the peace but at Russian antagonism. Fearing Russian military preparedness, Bismarck sensed Germany could be subject of a two-front war realizing the need for ally, he got into military alliance with the Austrian empire and formed the Dual Alliance. The terms of the treaty stated both Austria and Germany would aid one another in the event of an attack from Russia. Later, Italy joined the alliance to make it the Triple Alliance. All these efforts from Bismarck made sure France formed no alliance with major powers.

With German alliance getting stronger, and feeling increasingly isolated, Russia came to an understanding with Germany and Austria which resulted in the Renewal of the Dreikaiserbund. This alliance effectively made sure France remained isolated and any French-Russian coalition wouldn’t materialize throughout his tenure. Once, on the verge of getting in a potential Austro-Russian conflict, Bismarck made sure, all contending parties were pacified and the status quo was preserved. However, the Bulgarian Crisis (1885) escalated the situation when Russia sought war with Austria and Britain would support Austria to stop Russian takeover of Bulgariathe tension all but ended the Dreikaiserbund once again. The onus was on Bismarck to reconcile Russia and Austria and with his diplomatic adeptness Bismarck negotiated a defensive alliance – Reinsurance Treaty with Russia. The terms of the treaty secured neutrality in the event either party was attacked. It achieved one of Bismarck’s primary foreign policy goals –isolation of France.

However, all wasn’t gold for Bismarck in his foreign policy. The War in Sight Crisis of 1875 was one of such. France had recovered earlier from the defeats of the Franco-Prussian war than Germany anticipated them to and kicked off their rearmament program. By virtue of Security-Dilemma, Germany felt threatened. This unwanted crisis unfolded when an article “Krieg-in-Sicht” was published in Germany that mentioned several high-profile German officials contemplating preventive war against France. It created fear among the Europe’s elite the Brits and the Russians made their position clear to Germany that no preventive war would be entertained. This unwanted incident resulted in Bismarck’s diplomatic failure and taught him a lesson that unallied France can still pose a threat. However, this incident can be considered a wakeup call for him who later initiated policies that sought peace in Europe and quite remarkably achieved it.

David Copeland’s Dynamic Differential Theory

Going by the realist assumption in a world characterized by anarchy and self-help where states are rational unitary actors, David Copeland in the Origins of Major war has posited that a dominant but a declining state perceives a rising power as a serious security threat and in order to perpetuate its survival, the declining major power is more than likely to resort to war. Thereby increasing chances of great power wars. By virtue of Dynamic Differentials theory, Copeland has maintained that polarity constraints the likelihood of war. In a multipolar world, a declining major power is only likely to pursue war as long as its relative military power is considerably higher than other major powers in the multipolar system. However, in a bipolar world, there is a clear delineation of friend and foes. There is also no third power that could take opportunity of the spoils between two major powers. Therefore, in this system, a declining power is likely to pursue war even if it just matches relative military capabilities of the rising power. [4]

It can be argued that during the time Bismarck was in power there were no major wars. However, it wasn’t because of his “love for peace” – as was demonstrated by Bismarck’s appetite for wars between 1864 and 1870 (with Austria, Denmark and France). Rather it had got to do with systemic conditions – polarity – constraining the prospects of war. Back then, Europe was multipolar. Germany was going through extensive industrialization and nowhere near did they possess a considerable military prowess. Bismarck knew any expansionist adventure would be met by force from Russia, France and Britain. Similarly, upon unification, Germany although became a powerful force, it was still only a rising power and the hegemon – Britain- was not in decline. Thus, war wasn’t initiated due to power differentials in economic and military aspects between the Hegemon and the rising power. Furthermore, talks of preventive wars were discussed in 1875, 1877 and 1887, however weren’t pursued for the very reasons. [5] Bismarck wanted peace and economic stability for the unified Germany until it became preponderant to challenge the system.

To sum up, Bismarck’s success in maintaining peace in Europe for nearly two decades can be attributed to his understanding of the constraints posed by the European multipolar order. Most importantly, his diplomatic engagements to pacify Austria and Russia as well as his ability to bring these two powers into defensive alliance with Germany made sure France remained isolated. It prevented Germany from facing two-front war which in turn prevented the breakout of a major war in Europe.

Works Cited:

[1] Watson, Adam. The Evolution of International Society. (London: Routledge, 1993), 242-249

[2] Miller, Stuart T. “Bismarck and International Relations 1871–90.” Mastering Modern European History, 1988, 242–53. https://doi.org/10.1007/978-1-349-19580-0_16.

[3] Williamson, D. G. War and Peace: International Relations, 1890-1941. (London: Hodder Education, 2015)

[4] Copeland, Dale C. The Origins of Major War. (Ithaca: Cornell University Press, 2000), 15


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Italian Unification - Cavour, Garibaldi and
the Unification of Risorgimento Italy
Otto von Bismarck &
The wars of German unification
Italian unification map
Risorgimento Italy
Map of German unification
1 The European Revolution of 1848 begins A broad outline of the background to the onset of the turmoils and a consideration of some of the early events.

2 Die Französische Revolution von 1848 Ein besonderer Fokus auf Frankreich - wie der einflussreiche österreichische Minister Fürst Metternich, der nach den französischen Revolutions- und Napoleonischen Unruhen von 1789-1815 die Wiederherstellung der "Ordnung" zu fördern versuchte, sagte:"Wenn Frankreich niest, erkältet sich Europa".

3 The Revolution of 1848 in the German Lands and central Europe "Germany" had a movement for a single parliament in 1848 and many central European would-be "nations" attempted to assert a distinct existence separate from the dynastic sovereignties they had been living under.

4 The "Italian" Revolution of 1848 A "liberal" Papacy after 1846 helps allow the embers of an "Italian" national aspiration to rekindle across the Italian Peninsula.


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